26 – Konservative Revolution für Anfänger

Shownotes

Die Konservative Revolution ist ein ideengeschichtlicher Sammelbegriff, mit dem die außerparlamentarische Rechte der Zwischenkriegszeit zusammengefaßt wird. Carl Schmitt, Oswald Spengler und Ernst Jünger sind die wohl bekanntesten Vertreter. Bibliotheksleiter Dr. Wolfgang Fenske erklärt: „Das Gespräch mit den Vertretern der Konservativen Revolution ist nicht abgebrochen.“ Jonathan Danubio spricht mit ihm über die fünf Hauptströmungen.
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Literatur:
Armin Mohler: Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932 – Grundriß ihrer Weltanschauungen, Stuttgart 1950 (Originalausgabe)
Armin Mohler: Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932 – Ein Handbuch, Darmstadt 1972 (2. Auflage)
Armin Mohler/Karlheinz Weißmann: Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932 – Ein Handbuch, Wien 2005 (6. Auflage)
Karlheinz Weißmann: ERTRÄGE 3: Edgar Julius Jung – Zur politischen Biographie eines konservativen Revolutionärs, Berlin 2015
Karlheinz Weißmann: ERTRÄGE 9: Moeller van den Bruck – Der konservative Revolutionär, Berlin 2026
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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich begrüße Sie zu einer neuen Folge von Catechon.

00:00:04: Mein Name ist Jonathan Anubio und neben mir sitzt heute der Leiter der Bibliothek, Herr Dr.

00:00:08: Wolfgang Fenske.

00:00:09: Hallo!

00:00:11: Wir sprechen heute über die konservative Revolution oder muss ja hier sagen die sogenannte Konservative Evolution ein Sammelbegriff für die außerparlamentarische Rechte der Weimarer Republik.

00:00:26: Die konservative Revolution ist, um diesen hässlichen und überstrapazierten Begriff Umstritten mal zu vermeiden.

00:00:32: Eine berüchtigte Strömung Bewegung innerhalb der Geschichte des deutschen Konservatismus.

00:00:38: Und bevor wir jetzt direkt zu den Sachen selbst kommen eine Erinnerung Wir hatten ja mal bei Kat Echon eine Folge gehabt Über die persönlichen Zugänge der Mitarbeiter der BDK Zum Konservatismus.

00:00:55: Bei mir war es eben Liberalismus, Libertarismus und Sicher-Fans.

00:00:57: Sie hatten damals erzählt das für sie ja Arthur Müller Vandenbroek also einer der wesentlichen Protagonisten der konservativen Revolution sehr prägend war.

00:01:06: Und insofern bin ich, der mich nie tiefergehend mit der konservativen Revolution befasst habe.

00:01:12: wenn man mal so große Namen wie Ernst Jünger oder Karl Schmidt ausklammert habe ich mich nie damit tiefer befasst und insofern bin ich auch persönlich jetzt gespannt, was an neuen Erkenntnissen aus unserem heutigen Gespräch hier

00:01:26: erwächst.

00:01:28: Bevor wir zum Inhalt kommen der Begriff konservative Revolution das ist vielleicht der trivialste Einwand.

00:01:36: Das klingt irgendwie komisch.

00:01:37: Der Konservative ist jemand der bewahren will, der revolutionär ist jemand, der den Bruch möchte, der zerstören möchte also eine seltsame Verbindung von Wörtern.

00:01:48: Woher kommt dieser Begriff eigentlich?

00:01:50: Also ich denke, das ist eine sehr schöne Eingangsfrage.

00:01:53: Ich denke dass gerade diese innere Widerspruch dieses Terminus also dieses Oxymoron konservative Revolution einen großen Reizstand auch der Sache selbst ausmacht.

00:02:02: Das macht sofort hellhörig!

00:02:04: Man ist erstaunt man hört näher hin.

00:02:07: was hat es denn damit auf sich?

00:02:09: und in der Tat ist es so dass diese Bewegung ja zwei einander widerstreitende Tendenzen in sich vereint.

00:02:18: Also wie Sie schon sagten, das herkömmliche Verständnis von Konservatismus um lateinischen Konservare her besagt ja dass man Dinge bewahrt und mit einem bewahrenden Impetus ist es natürlich kaum vereinbar, dass man auf einmal revolutionär wird denn die Revolution bedeutet ja letztlich die Umwälzung der großen Institutionen, der Grundlinien des Zusammenseins eben auch das politischen Auswechslung der Eliten und was es an Merkmal einer Revolution mehr gibt.

00:02:48: Es ist natürlich schwer beides zusammenzudenken.

00:02:52: Es wird in dem Augenblick einfacher wo man sich klar macht dass der Konservatismus ja durchaus aus einem Selbstverständnis nach immer weitaus mehr war als eine rein bewahrende Größe.

00:03:04: Armin Mola, auf dem wir gleich noch mausführlicher kommen.

00:03:06: Der hat das mal etwas verächtlich den Gärtner-Konservatismus genannt also die Annahme alles was da wächst im Garten sei es Unkraut oder die schönste Pflanze alles müsse bewahrt werden.

00:03:17: Das ist natürlich auch aus konservativer Sicht illusorisch und nicht zielführend.

00:03:22: Warum?

00:03:22: Weil der Konservative natürlich immer einen eigenen Impetus auch einen eigenen Ansatz hat davon was er politisch durchsetzen will.

00:03:29: Und wenn ihn nur bewahrts dann ist ja schon begriffen Immer in der Reaktion, immer nur sozusagen dazu verdammt das was es ohnehin gibt zu bewahren.

00:03:39: oder aber wenn die Zeitläufte der Moderne es erzwingen.

00:03:44: Sozusagen die Weiterentwicklung wenigstens aufzuhalten und verlangsam.

00:03:49: Das ist auch eine Tendenz, die wir heute etwa im Konservatismusbegriff von Andreas Röder haben.

00:03:54: Lachen Sie nicht!

00:03:57: Die Annahme vertreten der konservative, die Aufgabe des konservativen sei, die Entwicklung der Moderne so weit hinaus zu zögern bis sie allgemein verträglich wären.

00:04:06: Das ist natürlich aus meiner Sicht nicht hinreichend und nicht zielführend.

00:04:10: Der konservative hat natürlich einen eigenen impetus, ein eigenes wollen Und wenn sie dazu kommen das zu sagen dann wird natürlich der begriff der revolution auf einmal auch verständlich dass man sagt gut wir leben in Verhältnissen also die soweit weg sind von dem was der konservatives eigentlich will dass wir eigentlich eine Umweltsfunk der geistigen Grundlagen brauchen, um überhaupt das was konservativ ist widersichtbar zu machen und hervorzuholen.

00:04:38: Das

00:04:38: heißt wenn wir jetzt mal für allgemein noch einmal beim Konservativen bleiben... Der Konservative muss aus der Überlieferung immer eine Auswahl treffen.

00:04:46: also so verstehe ich ihre Worte man kann nicht einfach konservieren alles was da war sondern man muss immer schauen wo gibt es etwas Anschlussfähiges?

00:04:54: Was muss auch verworfen werden weil es eben nicht zeitlos ist sondern eben Zeit gebunden Und das ist auch bei der konservativen Revolution genau darum geht, letztlich zu unterscheiden.

00:05:03: Woran können wir anknüpfen und woran nicht?

00:05:05: Ganz genau!

00:05:05: Wir werden nachher noch sehen dass die Vertreter der Konservatinen Revolution also der eigenen einzelnen Richtungen dieser Bewegung durchaus an sehr unterschiedlichen Größen angeknüpft haben mit sehr unterschiedliche Ergebnissen.

00:05:15: dann am Ende aber wie Sie schon sagen Die Leistung die der konsertive schon mal erbringen muss ist die Auswahl zu treffen.

00:05:22: Welche Überlieferung ziehe ich heran, welche Traditionen?

00:05:25: Was wähle ich von Ihnen aus.

00:05:26: Was ist erhaltenes Wert tatsächlich oder was muss wieder zur Geltung neu gebracht werden?

00:05:31: und das sind schon Fragen die also auch innerhalb eines konservativen Billöses hoch umstritten sind, hoch diskutiert werden ganz zu schweigen davon wie bringe ich das in den heutigen Diskurs ein.

00:05:42: Das ist eine hoch aktive Rolle die mit dem Bewaren des begrifflichen Konservarens überhaupt nicht eingeholt werden können.

00:05:52: Der Begriff der konservativen Revolution, das kann ich vielleicht an der Stelle nachtragen.

00:05:56: Der reicht zurück bis in die Mitte des neunzigten Jahrhunderts.

00:05:59: Politisch relevant wurde er allerdings zuerst im Jahre- und-und-Zwanzig als Hugo von Hofmannsthal.

00:06:07: Ich glaube es war Audi Max, der Universität München eine Rede gehalten hat.

00:06:11: Das Schriftum als geistiger Raum der Nationen.

00:06:13: Und da taucht das erste Mal den Begriff einer konservative Revolution auf In einem Feld, das also weiterrezipiert wurde.

00:06:22: Jetzt nicht in einzelnen Buchstellen die man im Jahrhundert hier und da noch finden mag sondern an einer sehr prominenten Stelle auf die sich später auch die meisten bezogen haben.

00:06:30: Das kann man sagen ist faktisch doch das Datum wo dieser Begriff das erst mal prominent erscheint und wurde dann für unsere politische Diskussion die wir jetzt letztlich führen oder geistespolitische Geistesgeschichte die Diskussionen relevant durch eine Doktorarbeit, nämlich durch eine Docterarbeit von Armin Mohler.

00:06:48: Armin Moeller war Politikwissenschaftler mittlerweile verstorben und er hat im Jahre neunzehnhundertneinundvierzig eine Dissertation vorgelegt bei Hermann Schmalenbach und Karl Jaspers zum Thema die konservative Revolution in Deutschland.

00:07:09: Grundriss ihrer Weltanschauung.

00:07:11: Für unsere Hörer, sie halten hier gerade die Erstausgabe in der Hand.

00:07:14: Ich

00:07:14: halte gerade mit leicht feuchten Händen die erste Ausgabe an der Hand, die damals relativ schmal war.

00:07:20: das waren keine dreihundert Seiten denn ich muss sofort hinzusetzen.

00:07:25: die eigentlich prominentere Ausgaben ist dann dort die später erschien nämlich neun zu zweieinhalbzig.

00:07:30: in der wissenschaftlichen Buchgesellschaft deutlich erweitert im Umfang und nochmal deutlich ausgearbeitet Hat Mola im Grunde seine eigene Dissertation nur als Grundstock genommen und diese dieser Band hat dann allein schon die erste band.

00:07:55: Ja, so war mir doch.

00:07:56: Den halte ich jetzt nicht gerade in den Händen.

00:07:58: also wir sehen die die prominenteste Auflage aus der wissenschaftlichen Buchgesellschaft mit über fünfhundert Seiten plus Ergänzungsband.

00:08:04: und dann hat schließlich und nichts zu vergessen im Jahre zwei tausend Fünf.

00:08:08: Herr Heinz weiß man noch eine vollkommen überarbeitete Fassung dieses Buches vorgelegt.

00:08:13: Also wir sprechen letztlich bei diesem Werk ja von drei Generationen der eigentlichen Dissertationen von neuen vierzig erschienen neunzehnfünfzig Die wohl prominenteste auflage der wissenschaftliche buch gesellschaft von neunzentzeinsiebzig.

00:08:26: Und wer sich heute dafür interessiert, wird darauf zurückgreifen.

00:08:28: Denn das ist im Buchhandel eben erhältlich die von Weißmann vollständig überarbeitete Fassung von zwei tausend fünf.

00:08:35: und auf eines müsste man vielleicht Eingangs noch eingehen zum Verständnis dass was Mola da untersucht hat sie sprachen Eingangst von der außer parlamentarischen Rechten der Zwischenkriegszeit.

00:08:48: Das ist natürlich nur ein Sammelbegriff.

00:08:52: Man muss sich das so vorstellen, Mola war noch vor digitalen Zeitaltern.

00:08:56: Mola ging aus in die Bibliothek und Archive.

00:08:57: Es sind auch von Bündnen und Parteien und was es da alles so gab wo er Zugriff hatte und hat tatsächlich Blatt für Blatt und Pamphlet für Pamphlät und Flyer für Flyer wie wir heute sagen würden durchgearbeitet und hat geguckt was gibt es da?

00:09:13: Und hat sozusagen im Nachhinein mit dem Blick des nachgeborenen Versucht das Material zu ordnen und zu raffen.

00:09:21: Und zur Begriff zu verhelfen, was wir heute konservative Revolution nennen.

00:09:27: Das haben die also hier und da mal Rand ständig selbst konservativ revolution genannt.

00:09:33: es gab einen Denker Edgar Julius Jung auf den Kumpel nachher noch.

00:09:36: der hat selbst von der konservativen Revolution gesprochen aber das war jetzt ohne großen programmatischen Eifer.

00:09:41: Also der Begriff der konservativen Revolution, das muss man so deutlich sagen ist einer den nachhinein gefunden wurde um einen Phänomen in der Zwischenkriegszeit zu beschreiben.

00:09:50: Es ist aber nicht etwa so dass die Protagonisten diese Bewegung in der Weimarer Zeit gelebt hätten in dem Bewusstsein wir sind jetzt konservative Revolutionäre und wir machen dies und das sowas freilich nicht.

00:10:00: Ich darf diese Gelinge nochmal nutzen noch mal Eigenwerbung zu machen.

00:10:04: Nicht nur haben wir die Erstausgabe hier bei uns im Bestand, sondern wir haben ja auch Teile des Zettelkastens von Armin Mola im Archiv mit dem er diese mühevolle Kleinstarbeit geleistet hat.

00:10:15: also da sind bibliografische Notizen was es zu diesem und jenem Denker Neues erschien und daher kommen ja auch immer diese Nachträge.

00:10:21: Also Mola hat letztlich Zeitlebens an der Erweiterung der Bibiographie zum Thema gearbeitet.

00:10:28: Bevor wir jetzt Zu den einzelnen Strömungen der konservativen Revolution kommt, Sie hatten es gerade gesagt ist ein Sammelbegriff.

00:10:34: Mola hat eben versucht Schneisen zu schlagen in einem letztlich erst mal unübersichtliches Feld und hat dann verschiedene Strömung da herausgearbeitet.

00:10:41: Da kommen Begleicht dazu.

00:10:43: Es ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit dass Begriffe und Ideen nicht im luftleeren Raum entstehen.

00:10:48: Wir hatten auch gesagt Der Begriff Konservative Revolution In dieser Kombination taucht irgendwann Mitte des neunzehnten Jahrhunderts auf.

00:10:56: Diese Idee das man Das Konservative und das Revolutionäre, ich sage mal, das Auswieden des Wiederherstellende verbindet ist ja auch nicht in einem luftleeren Raum entstanden.

00:11:05: Also bevor wir uns jetzt in Strömung zuwenden, müsste man sicherlich nochmal auf die geistige Ausgangslage der konservativen Revolution zu sprechen kommen also nach den letzten Jahren.

00:11:17: Ich

00:11:17: könnte jetzt fast antworten, dem ich sage dass eigentlich halt der konservativen Revolution ist.

00:11:21: gerade dass sie im luftlären Raum entstand ist nämlich warum Luft leerer Raum?

00:11:25: Man muss sich das so vorstellen.

00:11:26: Das Deutsche Reich hatte kapituliert, war Ende des Krieges, Untergang des Wilhelminischen Reiches und Gründung der Weimarer Republik.

00:11:38: Aber das Empfinden gerade auf Seiten der intellektuellen Rechten war im Grunde eines, wir legen und so hat es Armin Moll auch in seiner Dissertation beschrieben.

00:11:48: Wir leben letztlich in einem Interregnum also in einer Zeit des Zwischenzustandes.

00:11:53: Das alte ist nicht mehr, der Wilhelminismus ist untergegangen.

00:11:56: Zudem wollte auch keiner der konservativen Revolutionäre zurück.

00:12:00: Es gab Monarchisten sicherlich, es gab auch Alldeutsche Altkonservative, die gab es alle noch.

00:12:05: Aber das ist nicht die Bewegung von der wir heute reden.

00:12:07: Die von denen wir heute reden, die wollten dahin nicht zurück aber dass neue... Das war gerade mal ja durch Gründung der Republik entstanden, war aber unbefriedigend in seinen Phänomen und seine geistigen Grundlegungen.

00:12:21: Wir wissen alle hoffentlich auch aus dem Schulunterricht nicht wahr?

00:12:24: Die sich Kabinettediester gab und Straßenschlachten zwischen Linken und Rechten.

00:12:29: also ein hochbrisantes Feld Sowohl parlamentarisch als auch tagespolitisch.

00:12:36: Jeder wusste oder ahnte zumindest, das ist kein dauerhafter Zustand.

00:12:40: so kann es nicht sein.

00:12:42: und ja genau in der Situation haben sich diese Rechten die eben nicht sich in Parteien engagierten die im Landtag oder im Reichstag da präsent waren sondern eben außerhalb der Parlamente dachten und arbeiteten haben sie sich gefragt Was bleibt uns denn nach Wohren?

00:13:03: Wohran können wir anschnüpfen und was sind die Dinge sozusagen, die uns geblieben sind auch nach dem Untergang des philharminischen Reiches.

00:13:11: Könnte man sagen dass die konservative Revolution ich sage mal das sei nach dem verlorenen Krieg erst meiner Art Bestandsaufnahme versucht zu leisten.

00:13:21: Was bleibt jetzt eigentlich noch?

00:13:23: womit können wir überhaupt noch arbeiten?

00:13:25: welche bestände sind weggebrochen?

00:13:28: Ja, man muss jetzt erstmal eigentlich bei Punkt Null anfangen und sichten was ist überhaupt noch da.

00:13:32: Was ist überhaupt nach da?

00:13:33: Ganz genau!

00:13:35: Darauf komme ich gleich wenn wir die fünf Richtungen die Armin Mola herauspapriert hat nachvollziehen.

00:13:41: Ich wollte vorher nochmal darauf hinweisen dass Mola... Wir beziehen uns also heute in diesem Podcast vor allem und in erster Linie auf Mola weil er eben da die ... Pionierarbeit geleistet hat, es gibt noch andere Arbeiten die in den letzten Jahrzehnten erschienen sind.

00:13:56: Das wäre alles eigene Podcastswert ob und inwieweit hilfreich sind was sie noch ergänzen oder wie der Abend ist.

00:14:04: Heutzutage natürlich oft auch mit politischer Intention Dinge dann auch bewusst einseitig interpretieren aber das wäre alles ein Thema für sich.

00:14:11: darauf können wir heute nicht eingehen.

00:14:13: Wir versuchen heute sozusagen die konservative Revolution so zu rekonstruieren wie Mola sie Grundstügen dargestellt hat.

00:14:19: Und wenn man das tut, dann muss man noch hinzusetzen, dass Mola mit dem Kriegsende, mit dem Ende des Wilhelminismus also tatsächlich auch eine Art Paradigmenwechsel gekommen sah und zwar durch sich das bei ihm so aus, dass er sagt, dass letztlich das christliche auch hegelianische im neunzehnten Jahrhundert ein hegeliansches Weltbild mit dem Untergang des Reiches, mit der Wilhelminischen Reiche, mit den Enden des Krieges an den Ende gekommen sei und sich die intellektuelle Rechte vom linearen Weltbild verabschiedet habe.

00:14:58: Was heißt das?

00:15:00: Mola unterstellt, wir können uns nachher noch mal drüber unterhalten ob er damit recht hat da kann man durchaus Fragezeichen setzen aber wir müssen erstmal Mola sozusagen hier rekonstruieren.

00:15:08: Mola sagt dass ... bürgerliche Weltbild, das auch in welchem Minismus entscheidend war.

00:15:16: Aber letztlich auch das Weltbild das Jahrhunderte zuvor geprägt hat eben was wir vielleicht das christlich-abendländische nennen würden dass das ein lineares Weltbild ist?

00:15:24: In welchem Sinne?

00:15:25: In dem Sinne, dass mit der Kreuzschlagung Christi, mit dem Punkt argumentiert Mola einem Datum in der Geschichte benannt wurde Ein heizgeschichtliches von dem auch es erst ein vorher und nachher gibt, also eben die Zeitenwende.

00:15:39: Und sozusagen das Christentum letztlich von Golgathar her – ich jetzt auch sagen könnte mit Christi Geburt und so.

00:15:45: aber Mola wenn nicht mich rechterinnere wählt eben die Kreuzschlagung als Datum ist auch... Egal.

00:15:52: Von diesem christlichen Ereignis her bis zum Ende der Welt, also nach christlicher Lesart, bis zur Wiederkunft Christi ihr Lineaar letztlich die Zeit verfolgen und die Zeit auf Erden durchlaufen in der Hoffnung dass dann sozusagen hinter dem Horizont eine neue Wirklichkeit, sprich das ewige Leben, das Paradies wie man es auch immer ausdrücken will auf die Gläubigen zumindest wartet.

00:16:18: und Mola sagt, dieses Weltbild, dieses christliche von Hegel noch bemühte Weltbild.

00:16:26: Dieses linearer Weltbild sei an sein Ende gekommen und der Name, der für das Ende dieses Weltbildes steht ist Friedrich Nietzsche also dieser Philosoph im zweiten Hälfte des neunzig Jahrhunderts natürlich größte Wirksamkeit entfaltet.

00:16:44: Der ist eben auch so Mola, einer der großen Stichwortgeber der konservativen Revolution.

00:16:49: Und er ist natürlich ja auch allgemein bekannt ein einer der stärksten Kritiker des Christentums gewesen und dessen Grundannahme von der ewigen Wiederkehr das Gelaichen, die also bricht mit dem Vorstellung eines linearen Weltbildes diese Vorstellung einer ewigen Widerkehr Das Gleichen, die habe auch die intellektuelle Rechte der Zwischenzeit geprägt.

00:17:17: Und man muss sich das jetzt so versuchen klarzumachen was das bedeutet.

00:17:21: Das ist nicht nur ein intellektuelles Spiel, dass Zerleute sitzen und Blättern bei Nietzsche sagen ach ja das finde ich plausibler als das andere.

00:17:27: darum geht es nicht.

00:17:29: Es ist natürlich evident und auch unbestritten, dass die erste Weltkrieg, auch die Schlachten des ersten Weltkrigs einen Umdenken einer ganzen Generation mit sich gebracht haben.

00:17:39: Man sagte Ich bin Theologe also als Theoloke sagt man immer in den Grabenkämpfen von Flandern und anderswo ist sozusagen die liberale bürgerliche Theologie gestorben.

00:17:48: In der Weimarer Zeit eben kam mit Karabat und anderen der dialektische Theologie auf, das sozusagen auf theologischem Feld dasselbe Symptomen wie man es in der Philosophie sieht, dass man sagt Die ewige Wiederkehr des Gelaichen will darauf hinaus, dass wir sozusagen mit der Realität, mit der prallen Realität wie sie uns sich bietet, wie sie uns sich darstellt und auch in den Grabenkämpfen des Ersten Weltkrieges dargestellt hat.

00:18:13: Dass wir dieser Realität nicht entkommen können!

00:18:16: Wir sind immer wieder auf die Realität zurückgeworfen, warum immer wiederkehlt das Gelaichen?

00:18:20: Und darum eine kritische Distance wenn ich sogar Ablehnung zu allen Erlösungsversprechen oder Perspektiven die hinter irgendeinem Horizont liegen.

00:18:28: ob das nun die christliche Verheißung ist, die dann sozusagen Frage gestellt wurde ob das auch nur die abenteilige Meda Physik ist, dass man sagt ja diese so jedes Markenschut und Ascheligen.

00:18:40: Aber an dem Ideal halten wir doch fest, dass es alles in Frage gestellt worden und mit Nietzsche hat man sich sozusagen darauf eingestellt.

00:18:49: ich muss jetzt mit der Realität wie sie hier vorfinde als einer unausweichlichen Leben.

00:18:55: Ich muss Sie beherrschen.

00:18:56: Und jetzt sozusagen steht der Kampf an den Wir Als Volk, als Nation.

00:19:04: Was auch immer darauf kommen wir gleich, die wir gewinnen müssen und die wir nicht mehr ausweichen können, mit Blick auf eine andere Realität.

00:19:10: Ich glaube manch einer unserer Hörer wird jetzt ein bisschen überrascht sein konservative Revolution, politische Bewegung.

00:19:15: Auf einmal sind wir bei Christentum, bei linearem Weltbild, zyklischem Zeitverständnis Nietzsche

00:19:22: usw.,

00:19:23: das ist nochmal vielleicht auch wichtig zu sagen dass es ja bei Mola Es ist jetzt keine trockene akademische Arbeit, dieses Kriterium ist hier für diese Bewegung.

00:19:31: Und es geht... Ist das eine Art Weltanschauungslehre?

00:19:34: Also ein Phänomenologischer Versuch, eine bestimmte Mentalität heraus zu präparieren und da sagt dann natürlich das Nietzsche eben für diese Generation.

00:19:45: Wir kommen auch gleich darauf zu sprechen nicht für jeden einzelnen Denker im selben Maß aber dass doch eben so eine Art geistige Atmosphäre geschaffen wurde.

00:19:53: Das haben Sie ja gerade schön zusammengefasst eben mit dieser Ablösung eines Heilsversprechen, das ja in diesem linearen Zeitverständnis irgendwie angelegt ist.

00:20:02: Durch eine offene Ungewiss, wobei ich weiß gar nicht ob sie offene ungewiss ist wenn es immer wieder kehrt aber dass sich doch da ein Bruch jetzt aufgetan hat und dass bei Mola es geht immer um Rekonstruktion eines bestimmten Bewusstseinszustandes

00:20:18: Ja, also um das nochmal aufzugreifen was die gerade sagten.

00:20:20: Das weltanschauliche Mola bringt das für die konservative Revolution in Anschlag geht letztlich wohl auch für ihn selbst.

00:20:28: Dass wir es hier eben das versuche ich vorhin auszurücken dass wir sie nicht mit schreibtisch Philosophen zu tun haben die die geistesgeschichtliche Lage betrachten sondern Sie standen alle mitten drin.

00:20:37: Es war das Interregnum, es war das Bewusstsein.

00:20:39: Jetzt müssen wir es packen!

00:20:41: Es gibt keine Ausflüchte mehr.

00:20:42: Es gibt kein metaphysisches oder transcendentes Jensatz mehr in das wir uns gedanklich oder wie auch immer flüchten können.

00:20:47: Jetzt gilt's jetzt müssen wir sozusagen die Sache wuppern Masalopp gesprochen und das ist sozusagen eine Art schon einer Teilnehmenden Philosophie, die eben Mola als Weltanschauung beschreibt.

00:21:00: Es geht also auch um emotionale Effekte.

00:21:03: es geht um das schon verwoben sein mit der Sache Die man beschreibt, die man diskutiert, mit der man ringt Also die Autoren auf die wir nachher noch zu sprechen kommen Das sind alles keine Leute, die das sozusagen sachlich und kühl im Sinne einer akademischen Philosophie oder Politikwissenschaft, wie auch immer abgearbeitet hätten.

00:21:20: Sondern die waren da alle exzentenziell mit drin verwoben.

00:21:24: und die andere Sache auf die ich noch kurz eingehen will sie hatten das jetzt genannt Ich hatte das noch gar nicht so im Detail ausgeführt was sich mit Nietzsche dann natürlich verbindet für Mola Im Gegensatz zu diesem linearen Weltbild ist natürlich das zirkuläre Weltbild Das heißt, ich hatte das schon angedeutet mit der Rede von Ewigen wie der Kettelsgleichen.

00:21:45: Wobei Mola nicht das Bild des Kreises bevorzugt sondern das Bild der Kugel.

00:21:52: Warum Kugeln?

00:21:53: Weil er sagt dass sich in jedem Zeitpunkt zu sagen je jetzt innerhalb dieses Zirkulären zu jedem Zeitpunkt innerhalb dieses Zirkulären die ganze Fülle aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schon gegenwärtig ist.

00:22:10: Also es ist sozusagen kein beliebiger Punkt auf einem Kreis sondern in seiner Annahme und die ihr sozusagen aus den Schriften der konservativen revolutionäre Haus liest ist sozusagen in allem was jetzt und morgen und übermorgen sich immer wieder neu Als Aufgabe stellt es immer sozusagen das ganze Präsent Vergangenheit gegen Watte-Zuchumf.

00:22:31: Darum scheint ihm, Mola, dass mir der Kugel also hilfreiche zu sein als das des Kreises, das sozusagen nun mal der Vollständigkeit angemerkt

00:22:39: ist.

00:22:39: Das heißt wenn man's symbolisch griffig auf einen Satz bringen möchte kann man sagen, dass das Leitbild der Linie abgelöst wurde durch das Leidbild der Kuge.

00:22:48: Ja man so kann man das machen

00:22:49: bei der konservativen Revolution.

00:22:51: Wir können uns am Schluss noch einmal darüber halten wie wir das sehen ob das tatsächlich so isst.

00:22:56: Ich

00:22:57: meine auch nicht, dass man sozusagen Mola jetzt blindlings in allem folgen muss.

00:23:01: Er war eh jemand der einen Pionierarbeit geleistet hat, der da eine Schneise geschlagen hat.

00:23:05: aber man kann sicherlich auch Dinge anders akzentuieren und wir werden auch denke ich schon bei den Gruppen die Wets gleich behandeln merken das der manche Spannung denn auch zu dieser Definition besteht er selbst geliefert hat.

00:23:18: ja bevor wir in diese einzelnen Gruppen gehen noch ein letzter Hinweis.

00:23:22: sie hatten es anfangs glaube ich so eingeleitet.

00:23:24: ich habe vielleicht auch so gesagt also nur als Das Hinweis nochmal auf unsere Hörer.

00:23:31: Die konservative Revolution hat natürlich exemplarisch schon in dieser breiten Weise vor allem in Deutschland stattgefunden, aber Mola schreibt auch das ist Analogentwicklung im ganz Europa gegeben habe also er denkt an George Sorrell oder Maurice Paris in Frankreich oder Miguel de Unamuno in Spanien Erinnert auch noch weitere, das würde hier zu weit führen.

00:23:52: Das sind dann so aus der zweiten dritten Linie die nicht so bekannt sind Autoren aus ganz Europa, die also ähnlich dachten und ähnlich argumentierten.

00:24:01: Das kann man im Blick behalten.

00:24:03: aber ich denke wir haben mit dem Mit der Beschäftigung mit unseren eigenen Landsleuten hier unter eigenem Geistesgeschichte schon genug zu tun.

00:24:09: Aber dass man das nur mal weiß, dass es ähnlich ist Also auch in ganz Europa.

00:24:14: immer wieder gab

00:24:15: Ja Mehrfach gesagt konservative Revolution, Sammelbegriff verschiedene Strömungen beim Mola.

00:24:21: Also höchste Zeit das wir uns diesen Strömung auch mal zuwenden.

00:24:24: Sammel Begriffe kann man natürlich immer kritisieren.

00:24:26: warum wird der mit reingenommen und der nicht?

00:24:28: Der gehört doch eigentlich gar nicht dazu.

00:24:30: Und bevor man mit dieser Kritik anfängt ist natürlich erstmal wichtig zu schauen ja was hat Mola denn da überhaupt gesammelt?

00:24:36: Was hat er denn da... zusammengefügt.

00:24:38: Ich nenne mal die fünf Richtungen, dass man es einmal schon mal gehört hat.

00:24:41: Die völkischen, die nationalrevolutionäre, die bündnischen, landfolgbewegung und die jungen konservativen.

00:24:48: Das sind jetzt erstmal alles abstrakte Begriffe und wir wollen dann versuchen das mit ein bisschen leben zu füllen.

00:24:56: Wir

00:24:56: fangen gleich mal den völkschen an und kommen dabei wieder zurück auf was wir vorhin schon besprochen haben.

00:25:04: Nach dem verlorenen Krieg und nach dem Untergang des willeminischen Reiches sich die Rechten auch fragen mussten, ja was ist denn überhaupt noch da?

00:25:12: Woran können wir anknüpfen.

00:25:14: Der Staat und seine Regularien sprich Herrschafts- und Regierungsformen waren es jetzt erstmal nicht.

00:25:19: Was natürlich dabei war das Volk so.

00:25:21: Und nun war also dann ab aller parlamentarischen Betätigungen das Volke eine Größe auf die man Bezug nehmen konnte.

00:25:31: Die völkische Bewegung ist sicherlich eine, die man jetzt im Rückblick auch nach dem Nationalsozialismus in der zweiten Welt kriegt und so weiter.

00:25:40: Im Nachhinein oder im Rück Blick natürlich schnell als die problematischste festmachen wird.

00:25:47: Warum?

00:25:48: Weil von der völksischen Bewegung hin zum nationalsozialismus es größten Schnittmengen dann später gegen Ende der konservativen Revolution, dem aufkommendes Nationalsozialismus gab.

00:26:00: Also die völkischen als eine Bewegung, die einen bewussten Bezug zum Germantum hergestellt haben, also versucht haben, die Landschaft der Deutschen zu mystifizieren, die Sprache der Deutschen gepflegt haben aber auch – das muss man sehen – sich dann auch auf religiöse und andere Abwege begeben haben Theosophischen Studienbetrieben haben, esoterische Studienbetriebe haben.

00:26:25: Also das ist sozusagen eine Richtung bei denen letztlich, dass das volkhafte, das völkische Überschwappte letztlich versuchte sich Bahn zu brechen mit allen problematischen Begleiterscheinungen die das rückblickend... haben muss, nicht zuletzt auch die Verfremdung.

00:26:45: Denn das christlichen Glauben ist durch die deutschgläubige Bewegung... Können

00:26:50: Sie vielleicht ganz kurz noch ein Worter was genau Deutsch gläubt für unsere Hörer?

00:26:53: Was genau die deutsche Gläubigen?

00:26:54: Die

00:26:54: deutsch gläube Bewegung ist eine Bewegung der Ludendorfs ehepaares, also versucht haben letztlich den christlichen Glauben deutschspezifisch zu überformen alle Semitismen dazu rauszunehmen und auch sozusagen dass dass das Christentum, ich sage es immer ein bisschen ungeschützt, arisch zu herauszupräparieren.

00:27:23: So dass sozusagen auch für den Deutschen, auf den Germanen letztlich anschlussfähig wurde natürlich vom Christentums selbst hier gesehen eine sehr problematische Sache die dann auch natürlich dann irgendwann im Sande verlaufen ist aber eben derzeitlang durchaus und auf ihre Weisern später auch natürlich die deutsch-christliche Bewegung, denn Nationalsozialismus vorbereitet hat.

00:27:48: Namen, die noch zur völkischen Bewegung zu nennen wären sind Autobonus, Guido von List, Lands von Liebenfelds also alles auch Personen, die natürlich außer einmal isoterischem, theosophischen Bereich dem Nationalsoziellismus vorgearbeitet haben.

00:28:03: Ich glaube sogar war nicht Lands von liebenfeld, sondern Himmlerberater oder sowas später.

00:28:07: Es gab irgendwelche Verbindung?

00:28:09: Ja, mir ist auch dunkel so.

00:28:10: Also ich sage mal eine Bewegung die sicherlich von den fünf, die wir heute behandeln, die problematischste ist in der Rückschau eben aufgrund und ich war im Nachhinein könnte man sagen immer schlauer aufgrund der spätere Bewegung, die sie dann genommen hat.

00:28:28: Das war auch immer so mein Eindruck, ohne mich der Native mit dem befasst zu haben.

00:28:33: Dass die Völkische ein bisschen die Schmuddel-Kinder der konservativen Revolutionen sind aus heutiger Sicht natürlich das muss man immer dazusagen.

00:28:42: Konservative tun sich schwer.

00:28:43: damit können wir eigentlich nicht anfangen.

00:28:45: da gibt es auch theoretisch wenig zu holen.

00:28:47: dass ist halt ins Okulte gehend.

00:28:51: und dann muss

00:28:51: ich natürlich von einem Konzertismusbegriff her fragen Sind das überhaupt konservativ in unserem Sinn?

00:28:57: Gut, wir akzeptieren und respektieren das Molasi aus bestimmten Gründen.

00:29:01: In die konservative Revolution hineingenommen hat, in diese Strömung.

00:29:05: aber von einem rechenschaftsfähigen normalen Konservatismusbegriff hier ausgehend... Muss man sagen ist der Weg zu diesen völkischen also sehr, sehr weit.

00:29:15: Wenn ich sogar zu weit das muss man einfach sagen und es ist auch so die Namen, die ich gerade jetzt präsentiert habe dass alles von der Literatur überschaubar Und auch kaum etwas was sage ich jetzt mal im akademischen Raum um wie rechenschaftsfähig wäre.

00:29:28: Das sind eben Autoren dieser Zeit.

00:29:30: man nimmt sie zur Kenntnis aber Ich glaube viel zu holen ist dafür uns heutige nicht mehr.

00:29:35: Ja

00:29:36: Wie gesagt auch mein Eindruck wobei natürlich es gibt bestimmte Aspekte.

00:29:40: sagt Müsstifizierung der Landschaft.

00:29:43: Das ist natürlich wieder so eine Übertreibung, aber das sind natürlich Elemente die auch für Konservative in der Rolle spielen.

00:29:48: Die Wertschätzung der eigenen Landschaft gegenüber, die Wertschättigung der eigenen Sprache.

00:29:52: Aber es scheint mir bei den Völklischland immer ins übertriebene Pervertier zu sein.

00:29:57: Man kann schon irgendwie verstehen da sind Elemente mit dem man was anfangen kann, aber es ist immer so maßlos.

00:30:03: Wenn man da genau hinsehen würde.

00:30:04: und der Mola von twohundseinzebzig, dass ist ja auch ein dicker Schinken geworden und man findet alle möglichen.

00:30:11: Natürlich gibt es auch bei den Völkischen die Binnendeferenzierung.

00:30:13: Ich weiß, es gibt auch die Völkschen, die mehr ins konservative Lager zuzuordnen sind eben die alldeutschen überschwitzweise.

00:30:20: ich war doch viele andere Verbände nicht wahr dieser so zwischenwarn aber denn letztlich dann doch mehr zum Konservativen rübergerutscht sind Aber natürlich mit der taurigen Prominenz, nicht weit jene die dann später den nahtlosen sozusagen zum Nationalsystemismus rüber sind und von Konservatismus nichts mehr wissen wollten.

00:30:36: Beziehungsweise vielleicht auch sich nie und zu keinem Zeitpunkt als konservative Begriffen haben.

00:30:41: denn nochmal gesagt wir behandeln heute ein Phänomen das in der Rückschau mit dem Sammelbegriff konservativ Revolution dedikiert wurde.

00:30:49: ob diese sich und in welche Maße sich je als konserative Begriffe haben muss dahin stehen.

00:30:55: Und wir sagten schon konservative Revolutionäre, der Begriff hat hier da und dort aber auch keine Kollektiv-Identität.

00:31:01: das die gesagt haben.

00:31:02: Wir sind jetzt alles konservatives Revolutionäre.

00:31:04: also das muss man jetzt nochmal betonen und das schafft auch eine gewisse sache Distanz.

00:31:09: Das ist tatsächlich eine Sicht im Rückgriff die hier vorgenommen wird.

00:31:17: Ja kommen wir zu den... Wenn Sie zu den Völkischen nichts mehr haben, was jetzt für eine erste Einführung wichtig wäre?

00:31:24: Habe ich nichts mehr.

00:31:25: Punkt zwei wäre jetzt in der Reihenfolge bei Mola während die Jungkonservative und ich habe sie jetzt noch bei uns ans Ende gesetzt weil wir dazu nachher am meisten sagen werden würde die anderen drei die verbleiben vorher gerne noch kurz ansprechen.

00:31:39: das ist ja die zweiten.

00:31:41: also in meiner Zählung sind da auch die national revolutionäre mitunter bezeichnet als soldatischer oder Neuer Nationalismus.

00:31:50: Wir sagten vorhin schon die Frage natürlich im Interregnum nach dem Untergang des vehemilienischen Kaiserreiches, was ist überhaupt noch da?

00:31:58: Wohin können wir anknüpfen?

00:32:00: Die Völkelschen haben am Volk angeknüpft und es überhöht.

00:32:04: die national revolutionäre man braucht nicht viel Fantasie dazu haben natürlich sozusagen die nationale Bewegung aufgegriffen und sehr stark für sich betont.

00:32:18: Es ging also darum, was wir haben ist die Nation in welcher Gestalt auch immer.

00:32:24: Aber die kann uns niemand nehmen.

00:32:26: und die Nationalrevolutionäre waren geprägt von einer jüngeren Generation nämlich der Generation, die letztlich aus den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges kamen.

00:32:38: Also es waren in der Regel keine Älteren, die auch schon die Altkonservatismus erlebt hätten und dem Wilhelminismus irgendwie verwurzelt waren.

00:32:43: Sondern das waren alles die Jungen, die unten nach Hause kamen und gesehen haben, dass hier ist nichts mehr.

00:32:49: Aber Deutschland wollen wir weiterhin auf Deutschland verretten, könnte man partipathetisch sagen.

00:32:55: Deutschland wollen nicht fahren lassen und die letztlich sich ganz auf die Nation geworfen haben.

00:33:02: Mola sagt in einer ganz interessanten Formulierung oder streich nochmal, dass sie sich auch wahrscheinlich nicht mal selbst irgendwo als konsultive Begriffen haben.

00:33:11: Dass die Nationalrevolutionäre letztlich Vertreter des Fortschritts und der Moderne

00:33:15: waren.".

00:33:16: Und Mola sagt, Sie hätten nur letztlich den Fortsschritt und die Moderne angewendet auf die Nation und hätten letztlich das was die Moderner mit sich bringt nämlich die Bewegung und sozusagen den Aufbruch und den Neuanfang Hätten das sozusagen auf die Nation gemünzt und hätten versucht, daraus eine Art Schuhebewegung mitzunehmen.

00:33:40: Was gleich noch ein weiterer wichtigen Terminus da ausmacht nämlich den der Bewegung.

00:33:43: also Zwang national revolutionäre Sehen-Nation in Bewegung.

00:33:48: Also nichts Nichts von der Landkarte der Schulen des Neunzehnt, der Hunderts nichts jetzt mit Tatzitus oder so nicht war.

00:33:57: Sondern nein die Nation ist etwas was ich hier und jetzt aus dem Schlachtfeld, aus den Grabenkämpfen kommend erlebe und was sich nicht aus sich berufen lassen will.

00:34:08: und ich gehe jetzt in die Bewegung und will sozusagen die Nation zu einer neuen Blüte führen.

00:34:13: das ist der Nationalrevolutionär der sozusagen alles in den Dienst in Nationen stellt.

00:34:19: Die waren schon mehr, sag ich mal mit bekannten Autoren.

00:34:27: Bestückt ganz genau also ernstlich ist sicherlich ein bekannter Name Ernst von Salomon und wer sich ein bisschen näher mit beschäftigt wird auch auf den Namen Franz Schauwecker stoßen.

00:34:39: wir nennen die Namen hier mal ohne jetzt auf alle einzeln einzugehen aber Wir werden noch den einen oder anderen Namen sicherlich in den Show Notes nochmal erwähnen.

00:34:47: Aber wer weiterarbeiten möchte an den einzelnen Dingen, der sei nur sozusagen auf diese großen Vertreter der jeweiligen Bewegung gestoßen?

00:34:54: Das sind also Namen die für die nationale revolutionäre Bewegung stehen

00:34:59: und auf Ernst Jünger, der da auch dazugerechnen will kommen wir später nochmal.

00:35:03: Auf denen kommen wir späte.

00:35:04: nochmal weil Armin Mohler in seiner Dissertation einige besondere Gestalten hervorgehoben hat.

00:35:09: darum hatte richtig den Jünger da rausgenommen aus den beiden Nationalen Wurzeln.

00:35:13: Ein Punkt der mir noch wichtig scheint, das heißt ja auch soldatischer Nationalismus hatten sie gesagt ist dieses Gemeinschaftserlebnis im Krieg in den Kriegsgräben also dass man hier im Kriegg eine neue Form von Soldatischer Gemeinschafterlebt hat.

00:35:29: auf einmal sind eben alle Unterschiede zwischen Arm und Reich zwischen verschiedenen Ständen aufgelöst.

00:35:35: Man hat gesehen, okay es ist möglich eine Art neue Gemeinschaft aus dem Geist des Kriegs heraus zu begründen und dass man diesen Impetus dann mitgenommen hat in die Friedenszeiten.

00:35:45: Ich weiss ja, ich kenne mich halt mit Jünger aus, bei ihm ist das eben so beschrieben.

00:35:49: Es ist eine neue Form der Kollektivität, die man im Krieg gefunden hat... Und

00:35:54: zwar nicht nur eine Gemeinschafe, wenn ich Ihnen da kurz das Wort fallen darf, sondern auch nicht nur Und der die nach einem kommen werden sozusagen dieser Krieger stand ja schweißt auch sozusagen Generationen übergreifen zusammen.

00:36:09: Schafft sozusagen eine national ist eben ein soldatischer Nationalismus, schafft ihm eine Identität des Soldaten über die Zeiten hinweg.

00:36:16: zum einen und darauf wären wir noch bei jünger kommen stichwort heroische Realismus nicht war.

00:36:22: der soldatischen Nationalismus rechnet auch damit dass er für die Nation auch sterben muss Und ist selbstverständlich bereit, sein Leben für die Nation hinzugeben.

00:36:32: So es dann erforderlich ist und ja das gehört zu seinem Weltbild erscheint uns natürlich sehr fremd, sehr weit weg.

00:36:41: wo wir heute überlegen Ja schicken wir unsere Söhne zur Bundeswehr um da und da für die Bundesrepublik zu sterben?

00:36:47: Das fragten sich dann im so konservativen Milieu der soldatischen Nationalist der Zwanziger Jahrhärftin.

00:36:53: war das selbst verständlich?

00:36:56: weil er selbst ja auch letztlich und wenn man die Tagebucheinträge und Briefe aus dem ersten Weltkrieg liest, wird das sehr eindrücklich.

00:37:04: Weil auch tatsächlich der Tod allgegenwärtig war.

00:37:09: Der Tod war selbstverständlicher Bestandteil der Wirklichkeit.

00:37:14: Natürlich ist es jetzt über hundert Jahre her damals noch viel mehr Selbstverständlichung und der Allgemeinen Stabilitätsrate usw.

00:37:22: Aber auch durch die Kriegshallung, vor allem im Ersten Weltkrieg.

00:37:26: Junge glaube ich beschreibt das auch.

00:37:27: Das kann man aber auch in anderen Eintragungen dieser Zeit lesen.

00:37:31: Dass es der Tod einfach dadurch dass überall Leichen war.

00:37:34: Dass man auch die entsprechenden Hygieneprobleme hatte und ja überall auf diese Phänomene gestoßen ist.

00:37:40: Es war einfach präsent Und der Tod war als zum Leben hinzugehörig viel stärker im Bewusstsein so dass auch ein national revolutionär der bereit war in diesem interregnum alles für die nation zu reißen selbstverständlich gesagt hat ja wenn es denn mein schicksal sein sollte dazu liegen also mir vorgesprochen sprich aus meinem leben zu geben für die sache dann bin ich selbstverständig auch dazu bereiten das

00:38:05: letztlich wie ein soldat eben auch jederzeit richtig.

00:38:08: ganz genau.

00:38:08: es werden ja diese soldatischen tugen denn in den neuen staat hineingetragen.

00:38:12: ganz genau darum geht es.

00:38:13: ich würde sagen bei denen kann man also bei dem national revolutionären am deutlichsten diesen zeithistorischen Hintergrund herausführen.

00:38:20: Erster Weltkrieg, Niederlage, neues Gemeinschaftserlebnis.

00:38:24: Ja

00:38:25: kommen wir zu den bündischen?

00:38:28: Richtig ja die Bündischen, die akzentuieren nochmal das was sich bei den Nationalrevolutionen schon so ein bisschen andeutet.

00:38:36: also die Bünde haben der Politik vollkommen oder weit gehen sagen wir mal den Rücken gekehrt und sind sehr erlebnisorientiert.

00:38:45: Also die setzen an, bei dem Gemeinschaftserlebnis weniger beim Soldatischen vielleicht auch teilweise auf einmal im Gemeinschafterlebnis also ein bisschen in der Ideengeschichte auch der Jahrhundertwende auskennt weiß das ist sozusagen die Zeit in der viele Reformbewegungen auftauchten ob das nun Nudisten waren oder bestimmte Wandervogelgruppen oder religiöse Gruppen.

00:39:11: Also es war einfach ein Leben, ein kulturell aufblühendes Leben das sich vor allem in Bünden darstellte.

00:39:17: und dieses bündische, dieses was sie vorgefunden haben dass ich Leute freiwillig ohne Zwang, ohne staatlichen Zwang zusammenfinden aus einer Gleichorientierung heraus welcher Arzt sie auch immer sein mag.

00:39:28: Das war also denkbar bunt.

00:39:31: Dieses Moment wurde aufgegriffen.

00:39:34: man wollte dieses Erlebnis wieder haben der Gemeinschaft wieder dieses gemeinsamen sozusagen seit an Seit für eine bestimmte Sache sich einzusetzen und Ähnelt damit in gewisser Weise durch auch der Jugendbewegung, die zu dieser Zeit schon existierte.

00:39:53: Wie gesagt vom Ende des Neunzig Jahrhunderts her kamen aber noch stärker als bei den Jugendbewägungen war bei den Bündelchen tatsächlich der Gemeinschaftsbegriff akzentuiert.

00:40:02: also sie haben eigentlich fast gar nichts schriftliches hinterlassen so dass sie auch für die akademische Nachwelt nur schwer zur Hand haben sind.

00:40:12: es gibt einzelne Lieder Fahrtenlieder es gibt Gedichte Jeden und wieder hat doch mal jemand ein Erlebnis berichtende lassen, aber kein bündischer hätte jetzt jemals sich zu Hause hingesetzt.

00:40:22: Und versucht sozusagen das Bündisch sein theoretisch zu reflektieren und das einzuordnen in eine Gesamtwelt.

00:40:31: Das gab es nicht.

00:40:32: also das bündische haben wir tatsächlich nur phänomenologisch vor Augen als eine erlebnisorientierte Gemeinschaftsbewegung die da von Mole als Teil dieser konzertiven Revolution gewertet wurde.

00:40:47: Eine Ausnahme, wenn ich sage sie waren also weitgehend illiterat.

00:40:52: eine Ausnahme kann man vielleicht benennen das war Hans Blür mit seinem Buch die Rolle der Erotik in der männlichen Gesellschaft wo er diesen spezifisch-männlichen Charakter der bündischen herausgearbeitet hat obwohl es natürlich auch immer Weibliche gab und so dass ist gar keine Frage.

00:41:10: aber Blür hat eben darauf sozusagen ein Augenmerk gelegt.

00:41:15: Insofern jetzt auch nicht repräsentativ für die gesamte bündelische Bewegung, aber letztlich Blühe entstammt ihr ja auch und hat einen Teilaspekt dieser Bewegungen in diesem Buch reflektiert.

00:41:25: Namen, ich sage das wir wollen immer Namen nennen hier sind es eben keine Autoren außer Hans Blüher ... waren Bünde wie die deutsche Freischau oder auch die Atamanen.

00:41:34: Da merken wir also auch sozusagen den germanischen Ursprung noch, die Bezüge.

00:41:38: aber letztlich wird man da natürlich literarisch auch wenig finden denn das war eine sehr erlebnisorientierte Bewegung.

00:41:47: Wir hatten ja vorhin als wir über Nietzsche gesprochen haben schon darauf hingewiesen Es geht ja hier um eine geistige Atmosphäre und man wird nicht bei jedem Vertreter der konservativen Revolution jetzt zeigen können, ah die waren jetzt wirklich von Nietzsche beeinflusst.

00:42:00: Die haben alle seine Schriften gelesen und ich finde das fällt einem bei dem Bündnis halt irgendwie sofort ins Auge ist viel weniger Philosophisch, wenn wir es vom Blüher mal absehen viel weniger philosophisch, viel weniger intellektuellen.

00:42:10: also muss man immer im Hinterkopf haben dass das eben nicht für alle.

00:42:13: in derselben Maße gilt diese Beeinflussung beispielsweise durch

00:42:17: Nietzsch.

00:42:18: Übrigens um nicht ins Anekdotesche zufallen, wir sind hier in Berlin.

00:42:22: Wer immer uns in Berlin oder bei Berlin hört es gibt noch die Grabstelle von Hans Blühe ein.

00:42:27: ich weiß nicht ob der sogar einen Ehrengrab hat.

00:42:28: jedenfalls auf dem Hermsdorff Friedhof im Norden Berlins kann man also das Grab Hans Blühes besichtigen.

00:42:34: er hatte wirklich tatsächlich so ein kleines eigenes Areal für sich.

00:42:37: wenn's kein Ehren gab ist es doch zumindest noch gut erhalten.

00:42:39: Es lohnt sich also im Norde Berlins mal Hans Blür besuchen.

00:42:43: Er wohnt auch an Herms Dorf darum weiß ich das zufällig genau.

00:42:47: Also kann man Nehmöller van den Brug, der ja auf dem Parkfriedhof Lichter Felde liegt.

00:42:52: Also auch einen weiteren Vertreter der konservativen Revolution besuchen, wenn man so was

00:42:57: wusste ich nicht.

00:42:59: Ja, kommen wir zu einer zur nächsten Bewegung die für mich persönlich noch schwerer irgendwie greifbar ist als die bündisch-die-Landfolgbewege?

00:43:08: Ja Landvogel es wird eigentlich immer... Ich will Mola nicht unrecht tun!

00:43:12: Es wird immer marginaler.

00:43:13: Die ist eine Regionale, eine norddeutsche, um nicht zu sagen schließlich holsteinische Bewegung.

00:43:22: Und zwar bezieht sich die Landfolgbewegung auf den Bauernstand Schleswig-Holsteins in der Weimarer Zeit und die Landvolkbewegungen hat sich gebildet... Im Aufstand im Widerstand gegen staatliche steuerliche Maßnahmen.

00:43:41: also.

00:43:42: Hintergrund ist Weltwirtschaftskrise sind die Inflationen in Deutschland vor allem neuse dreieinzwanzig die Grußinflation und nichtsdestotrotz wurden.

00:43:51: Also die Bauern entschließlich Holstein nach ihrem Eindruck unverhältnismäßig besteuert, weil die die Steuern nicht zahlen konnten sollte es also zu Steuerpfändungen kommen.

00:44:03: Und das haben sie sich also nicht gefallen lassen und sind tatsächlich zu zehn, ich will nicht übertreiben sogar vielleicht zu hunderttausenden dann auf die Straße gegangen.

00:44:14: Und legendär geworden ist das sogenannte beiden Fletcher Ochsenfeuer Beidenflett.

00:44:20: Das hat sich einen Ort ein Dorf in Schleswig-Holstein und zwar haben dann die Bauern, die da also in großer Zahl versammelt sind haben dann, als die Steuerfendung kamen.

00:44:33: Haben dann ihre Ochsen aus den Stellen rausgetrieben und haben eine Stelle angezündet um nichts übrig zu lassen was da letztlich zu fänden ist.

00:44:39: also tatsächlich ein ja letztlich wenn man so wäre eine Art konservative Revolution.

00:44:45: sie wollten dem Bauernstand bewahren in ihren eigenen Stadt nämlich und haben wenn man sowohl zu einer revolutionären Maßnähnahme gegriff nämlich auch zum anstecken ihre eigenen auch noch, ihrer eigenen Stallungen.

00:44:57: Insofern hat das fast wieder was Soldatisches sozusagen.

00:45:00: Ich war Verzicht am eigenen zu üben insofern der Rückschau verständlich dass Mole die da mit eingeordnet hat.

00:45:08: aber es ist tatsächlich eine sehr punktuelle Sache.

00:45:10: Es ist geografisch stark zu lokalisieren.

00:45:13: Es ist auf die späten zwanziger Jahre mittleren Späten, zwanzig jahre fokussiert.

00:45:18: Aber interessant eben Wir kommen gleich nochmal drauf, der konservative Revolutionär neigt ja auch dazu in den Ständen zu denken.

00:45:26: Ich war und hier hat sich eben noch mal in der weimere Demokratie ein Stand, nämlich der Bauernstand als solcher sichtbar gemacht und im Widerstreit gegen eine staatliche Stelle sich artikuliert und sozusagen sich selbst Aufmerksamkeit verholfen auf einem Weg wie wir eben beschrieben haben, der doch recht eigentümlich war und recht eindeutig war, insofern durchaus nachvollziehbar dass das hier reingerechnet wird.

00:45:54: Dass das Land folgt, dass der Bauern stand auch hier natürlich und naturgemäß keine Literatur, keiner dieser Bauern hat sich denn nachdem die Stelle abgebrannt waren hingesetzt und gesagt gut jetzt schreibe ich mal auf was uns theoretisch wichtig ist.

00:46:07: es war ihm tatsächlich ein Staatskritischer Staatsfeindlicher, ich weiß nicht wie man es nennen will.

00:46:16: Ebenfalls ein Akt der Selbstverteidigung gegen staatliche und steuerliche Übergriffe.

00:46:21: Und ich habe nur gefunden bei der Vorbereitung auf diesen Podcast das ist im Schilderum gibt bei Hans Fallader und bei Ernst von Salomon die diese Landfunkbewegung und vor allem in dieses Feuer von neunzehn achtundzwanzig beschreiben, die das aufnehmen und darüber berichten.

00:46:36: aber es gibt tatsächlich keine keine Theorie Literatur oder sowas.

00:46:40: dass Es wird wahrscheinlich, das müsste ich beim Wohler nachgucken.

00:46:44: Da ist alles sehr aus für dich zu finden.

00:46:45: Wahrscheinlich allenfalls Flugschriften und ähnliches.

00:46:48: Das entbehrt ja – Sie haben es schon angedeutet nicht einer gewissen Ironie -, dass diejenigen, die am wenigsten schreiben, am wenigstens theoretisieren dann doch diese sind ja praktisch am meisten leisten und dann zur Tat schreien.

00:46:58: Das scheint mir eine Grundregel zu sein!

00:47:00: Ja, das fängt kein Zufall zu sein.

00:47:04: ist ja jetzt der gedankliche Sprung der möglichst große, nämlich zu den jungen Konservativen.

00:47:09: Ich denke man kann mit Recht sagen das sind die philosophischsten Köpfe der konservative Revolutionen, die am meisten theoretisiert sich am meisten Gedanken gemacht haben.

00:47:18: Ja Arthur Müller-Vandenbrug, der ihn ja in der Jugend wichtig war als der prominenteste Vertreter Was sind die jungen Konservativen?

00:47:31: Man kann auch guten Gewissens sagen, wenn man heute über konservative Revolution ... redet und auch über darüber, wo kann man anknüpfen?

00:47:37: Dass man sich eigentlich immer auf die jungen Konservativen sieht.

00:47:40: Weil es eben die produktivsten Denker waren.

00:47:42: Sofern

00:47:42: man sich auf eine geistige Größe eher abstrakter Art bezieht ja dann vor allem auf die Jungkonservatifen Es sei denn und zu dem kommen wir auch noch Man bezieht sich auf die herausragenden Köpfe wie Mola Sinante also Spengler Schmidt und Jünger Dann natürlich auf die.

00:47:57: aber wenn man sozusagen von einer allgemeinen Geistesgeschichtlichen Größe sprich dann in den Ergebnissen doch am ehesten bei die Jung-Konservativ.

00:48:03: Sie sagten es schon, das ist die Philosophischste.

00:48:06: All dieser Strömung, die wir heute vorstellen sicherlich auch politisch die gemäßigste.

00:48:11: Das muss man auch sagen.

00:48:14: Warum?

00:48:15: Weil sie versucht hat letztlich doch anzuknüpfen an dem was vorfindlich ist nur anders als die völkischen und die national revolutionären und die bündnischen und letztlich auf die Landfolgbewegung als Standesvertretung nicht sozusagen an konkret politischen, also sozusagen dinghaften Größen die man so zu sagen greifen konnte.

00:48:44: Ich war das Volk und Nationen und Bündnische und Landvogel.

00:48:47: Das sind ja alles Sachen, die kann man tatsächlich erleben.

00:48:49: Sondern der jungen Konservative hat geistig versucht das vorfindliche, an das Vorfindliche anzuknüpfen.

00:48:54: Ich muss jetzt sterben natürlich sofort die Frage Ja wie hatte er es denn gemacht?

00:49:02: Der Jungkonservativen haben im Grunde zwei wichtige Denker hervorgebracht.

00:49:09: Der eine, der mit Abstand maßgeblichste war im Auto Möller van den Buuk und nach seinem Tod in Möllers van den Buk ist es neunzeigundzwanzig gestorben hat Edgar Julius Jung letztlich das was Müller begonnen hat weiter ausformuliert und noch weiter verfeinert.

00:49:27: dazu kommen wir gleich noch einen.

00:49:32: Ein Impuls letztlich auch für diesen Podcast war die Tatsache, dass jetzt wo diese Podcast entsteht im Jahr zwanzig.

00:49:40: Also Karl-Heinz Weißmann ja gerade einen Erträgeband herausgeben hat anlässlich des hundertfünfzigsten Geburtstages von Otto Möller van den Brug.

00:49:51: Erträgwand Nummer neun und Weißman hatte schon vor einigen Jahren im Erträdgeband Nummer drei auch Edgar Julius Jung näher beschrieben.

00:49:58: Also auch das, werden wir sicherlich in den Shownots noch mal bringen als Literaturhinweise.

00:50:03: wer sich also näher über diese beiden Namen informieren will kann das gerne tun.

00:50:07: jetzt aber die Frage wie ist Möller-Vandenberg letztlich vorgegangen?

00:50:13: Das ideengeschichtliche Hauptwerk Outer Möllers van den Brooks ist Sein Buch das Dritte Reich von neunzenhundertdreiundzwanzig.

00:50:20: man muss es klar machen wenn das immer wieder ein Schlagwort fällt.

00:50:25: Dieses Buch ist also zehn Jahre erschienen, bevor letztlich Hitler an die Macht kam.

00:50:30: und wie eben schon gesagt ist Möller van den Boeck auch acht Jahre vor der Machtergreifung schon verstorben.

00:50:37: Das heißt auf diejenigen, die dem Begriff Dritt des Reichs später verwendet haben und alle anderen Dinge hat er natürlich keinen Einfluss mehr gehabt und konnte das nicht mehr berücksichtigen.

00:50:49: ich sage das nur deshalb weil natürlich Jede Bezugnahme auf die konservative Revolution, aber auch auf Möller-Vanderen-Buchsbuch.

00:50:57: Das Dritte Reich ja immer heute unter dem Verdacht steht an die demokratische Attentenzen und verdacht auf dieses und jenes... Vordenker

00:51:04: des Nationalsozialismus?

00:51:05: Ja natürlich ein Vordenker der zehn Jahre vorher gestorben ist.

00:51:10: das sind wie Albern Aber es gibt bis heute auch geisteswissenschaftlichen hier natürlich keine Namen Die sich nicht entblöden, also alles sozusagen so zu kehren.

00:51:18: Das ist auch ja eine Verdachtshelmenautik.

00:51:21: passt das alles in eine Richtung läuft kann man natürlich nicht behaupten denn wie gesagt das war also deutlich zeitlich davor was hat es mit dem dritten Reich?

00:51:29: nun auf sich?

00:51:30: und jetzt kommen wir schon wieder an die Frage des Ansatzes von Mola der man muss sagen dass mit den jungen Konservativen Auch die Gruppe benannt ist, die von dem was Mola als Kennzeichen der konservativen Revolution unterstellt.

00:51:44: Nämlich eine Verabschiedung vom linearen Weltbild und hin zu einem zykulären Weltbild.

00:51:49: dieses Paradigma das Mola da geschaffen hat eigentlich schon weitgehend wieder verlassen wird und auch nie betreten wurde.

00:51:56: Warum?

00:51:57: Weil hinter der Vorstellung eines Dritten Reiches natürlich zum einsteht – ich war die große Tradition des heiligen Römischen Reiches als dem Ersten Reich, den wir Herminischen Reich als dem Zweiten Reich und nun dem Zuschaffen.

00:52:14: Den Dritten Reich als dessen möglicher Vorendung?

00:52:19: Das ist auch ein altes abendländisches Bild das finden Sie also auch schon bei Joachim von Fiore.

00:52:23: und so weiter die Rede vom dritten Reich Ein Endzeitliches Reich wo der Herr Christus herrschen wird usw.

00:52:29: Also da wäre nochmal ein Podcast für sich.

00:52:31: die verschiedenen Bilder vom drittem Reich in der amtländischen Geistesgeschichte jedenfalls hat Möller van den Bug, indem er diesen Titel wählte.

00:52:40: Bewusst an diese Terminologie angeknüpft.

00:52:43: und schon das zeigt uns dass der Bruch zu dem vorfindlichen auf geistiger Ebene nicht so stark war wie bei allen anderen die wir bis eben besprochen haben.

00:52:52: Und ein zweites muss man auch sagen Der Begriff des dritten Reiches weckt natürlich bitte Wir blenden drei Dreißig fortfolgende nach wie vor aus der begriff des Dritten Reichs weg Natürlich für Den Ich sage mal Philosophie, geschichtlich etwas vorgebildeten Assoziationen.

00:53:07: Nämlich natürlich in die Richtung von Hegel der sozusagen seiner Geschichtskonstruktion davon ausgeht – ich sag's jetzt mal ganz verschlagwortet.

00:53:17: Kennt das vielleicht noch manche nicht wahr?

00:53:18: Der also sagte ja auf jedes geschichtliche Ereignis und ich war im Sinne einer Tese folgt sozusagen eine Gegenbewegung in Form einer Antithese und beides wird dann aufgehoben, in der Synthese.

00:53:32: Das ist jetzt wirklich auf das kleinste einmal eins runtergebrochen nur um die Schneise deutlich zu machen, indem wir uns hier bewegen.

00:53:39: Das heißt, wir haben es mit einem Durchaus linearen Weltbild zu tun, dass Müller von den Burg hier vertritt Und dieses Dritte Reich, das er ja in seinem Buch selbst noch gar nicht angebrochen sieht.

00:53:52: Sondern dass er erhofft im letzten Kapitel kann man das nachlesen.

00:53:56: Wir kommen gleich noch dazu was ich damit verbinden sollte.

00:54:00: Das ist natürlich auf einer gedanklichen Linie die ihn der Zukunft liegt.

00:54:03: Also man muss hier schon mal kritisch an Mola rückfragen ob es tatsächlich an dem ist wie er sagt dass in der konservativen Revolution das lineare Weltbild durch das Zirkuläre abgelöst worden sei, wenn doch der im Grunde maßgeblichste Vertreter, nämlich Möller van den Boogt, der doch maßgeblischsten Schulrichtung innerhalb der Konservative Revolution, nämlich der jungen Konservativer, das gar nicht bedient hat sondern eigentlich doch recht deutlich an diesem linearen Weltbild fest gehalten hat.

00:54:32: Natürlich muss man gleich einschreckend sagen, Mölla van den Book war nicht der große Christ wie sagte Kainz Weißmann.

00:54:39: Er war religiös musikalisch, hat sich nie antikristlich geäußert.

00:54:43: Das war einfach nicht sein Thema.

00:54:44: Darin mag man dann mohlerrecht gehen wenn er das so verstanden wissen will.

00:54:48: aber dass Möller-Vanenburg kein lineares Weltbild gehabt hätte wird man wohl nicht behaupten Können.

00:54:55: gut das vielleicht als Als Vorspruch dazu.

00:55:00: drittes reich ja worin bestand nun dieses dritte Reich?

00:55:03: Wir hatten ein extra Podcast zu Möhller vannenburg.

00:55:05: wir müssen es jetzt glaube ich Nicht alles wiederholen nur einige schlagworte.

00:55:09: Wer das Buch mal aufschlägt, es gibt das als Re-Print.

00:55:11: Es gibt das auch natürlich Antiquarisch zu kaufen.

00:55:16: Der wird sehen dass das buch das Zutreich von Möllerfannenburg verschiedene Weltanschauungen behandelt.

00:55:21: Liberalismus, Reaktionen, Sozialismus ... Was war noch?

00:55:28: Konservatismus natürlich ... der Proletariat und am Ende das Zutterreich.

00:55:33: ich glaube ich hab's ja sogar vollständig.

00:55:35: Bitte um Nachsicht für einen oder zwei vielen.

00:55:38: Was wollte damit ausdrücken?

00:55:40: Möller von den Burg befragt in seinem Hauptwerk das Dritte Reich alle geistesgeschichtlich relevanten Strömungen seiner Zeit, was sie in einem anti-universalistischen Sinne.

00:55:51: Das heißt nicht international, nicht weltweit sondern ganz konkret bezogen auf das Interesse der deutschen Nation kurz nach dem Ende des philminischen Reiches.

00:56:04: Was Sie zu dessen Gunsten austragen?

00:56:07: Was hat also der Sozialismus Deutschland zu bieten, was hat der Liberalismus Deutschland zu Bieten?

00:56:12: Was hat der Konservatismus Deutschland so bieten was der Reaktionäre und so weiter.

00:56:16: Und er geht das tatsächlich durch und dann kommt es für konservative Ohren zu merkwürdigen Konstellations.

00:56:22: gibt also Schriften von Möller fandenburg die heißen denn deutscher Sozialismus?

00:56:28: Das sind alles sag ich mal für die Zeit Der zwanziger Jahre typische Titel der konservativen rechten.

00:56:37: Die frage behandeln Wie kann das Nationale und wie kann das Soziale nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, nach dem Unterhörer eines Verteeminismus in der nun bestehenden Republik, die kann beides schlüssig und überzeugend zusammengedacht werden?

00:56:56: Friedrich Naumann ist dann natürlich ein Name, der da dazu gearbeitet hat.

00:57:01: Und Spengler, natürlich!

00:57:05: Das ist eine Frage, die einfach virulent im Raume... Stand und natürlich muss man sich nicht wundern, wenn die Frage danach später auch von anderen beantwortet und dann letztlich pervertiert wird.

00:57:16: Auch das gehört zur Gemengelage dazu.

00:57:18: also die Frage letztlich wie kann nationales und soziales zusammengedacht werden?

00:57:22: Wie können diese Dinge übereins gebracht werden?

00:57:26: und am Ende Wenn ich es recht im Kopf verinnere, war das vorletzte Kapitel bei Möllers Drittem Reich das Kapitel Konservatismus und das Letzte heißt eben Das Dritte Reich.

00:57:37: Wo sozusagen alles nochmal zusammennimmt alle Strömungen die er vorher behandelt hat.

00:57:43: Und letztlich zu dem Schuss kommt dass es gelingen müsse in Sinne einer Einheit der Gegensätze eine Koincidence ja Oppositorum alle geistigen Strömungen der Zeit zu vereinen und in einem für Deutschland sozusagen nützlichen Sinne auszumünzen.

00:58:02: Aber in dem Bewusstsein das Buch heißt auch dass es so reicht, dass Deutschen als Nation natürlich allenfalls ein Vorläufer ist.

00:58:08: Ein Vorläufer wovon?

00:58:10: Natürlich ein vorläufert des Reiches.

00:58:12: Er formuliert diesen Gedanken nicht weiter aus.

00:58:14: Das bleibt eigentlich mehr im Waage angedeuteten, aber deutet darauf hin, dass er schon wieder so eine europäische Perspektive, man könnte auch seine Abendländersperfektive drin hatte, die das Ganze zielen sollte.

00:58:26: Aber der hatte sich dann nicht weit überfasst.

00:58:28: Also er bleibt letztlich beim deutschen Nationalstaat stehen.

00:58:32: Er verwendet auch den Begriff des Nationalismus positiv sagt also der deutsche Nationalismus ist Streit für das Entreich Wie gesagt, nicht vom Endreich des Dritten Reiches jetzt zu hören sondern vom Endzeitlichen Reich hier.

00:58:46: Aber wir sehen dass das hier der Versuch ist sozusagen anzuknüpfen eine Tradition die vorfindlich ist aber die neu gefüllt wird mit dem Versuch alles was in der Weimarer Zeit letztlich verstreut ist auf alle möglichen Geistesgeschichte und auch politischen Felder zusammenzuholen, letztlich unter ein gemeinsames Verständnis der Nation und des Reiches.

00:59:07: Wir hatten ja vorhin auch drüber gesprochen.

00:59:09: Der Konservative muss bei der Überlieferung immer eine Auswahl treffen.

00:59:12: Man könnte jetzt auch salopp sagen das ist ein bisschen Rosinenpickereien.

00:59:14: Wenn man prüft was haben die verschiedenen Ideologien am besten?

00:59:19: Also was ist ihr Bestes?

00:59:20: Und das versucht man dann in einer höheren Syntheseinheit zu verbinden.

00:59:25: Könnte man das sagen oder ist das

00:59:27: zufrech?

00:59:28: Nein, das ist sogar sehr richtig denn Möller von der Buch sagt er auch ich muss andersum antworten Möllers Konservatismus.

00:59:36: und bei ihm denke ich kann man den Begriff tatsächlich noch guten Gewissens benutzen.

00:59:39: Möllers Konservatsismus war ein wirklich moderner Konservattismus in dem Sinn dass er selbst sagte Der konservatismus dürfe nie Raritätenkammer werden sondern müsste immer Werkstatt sein.

00:59:49: was meint ihr damit?

00:59:50: Er wollte gerade weg vom altkonservativen Verstättnis her.

00:59:53: Nach dem Motiv, wir müssen blind irgendwelche Traditionen und Geplogenheiten pflegen um ihrer selbst willen obwohl sie sich doch längst verlebt und aufgebraucht hätten.

01:00:03: Wir müssen tatsächlich fragen was braucht Deutschland?

01:00:05: Was braucht das deutsche Volk heute?

01:00:07: die Tradition darauf hin befragen und das sozusagen eintragen und zusammen fassen.

01:00:13: insofern ein Eclecticismus aber mit einem ganz bestimmten zielrichtung nämlich der eigenen Nation und ihrem vitalen Interesse in dieser Zeit des Interregnums, der allgemeinen Unsicherheit.

01:00:26: Wo kommen wir her?

01:00:27: Wo gehen wir hin?

01:00:27: wie geht es weiter?

01:00:30: So ist ja eine Blütenlese des geistigen Bestandes.

01:00:33: Also da wo andere beim Volk oder bei der Nation oder beim Bündnischen oder eben dem Bauernstand anknüpfen schnüpft er eben an den geistigem Tradition an aber wie sie richtig sagen in der Auswahl das sagt was nützt uns davon und

01:00:49: wie?

01:00:50: letztlich kann es weitergehen.

01:00:52: Ein wichtiger Satz vielleicht zum Schluss zu Möller van den Brug, er sagt nach einer Stelle finde ich ein nettes Zitat konservativ sei nicht enthängen an dem was gestern war denn das wir im der altkonservatismus sondern aus ein Leben aus dem was immer gilt.

01:01:08: und das zeigt eben sozusagen diese nun doch wieder metaphysische Grundstimmung, dass da sozusagen eine Linie existiert neben der in der wir uns tagtäglich bewegen.

01:01:19: Also ein Grundton herrscht auf dem wir uns aber immer wieder beziehen müssen, auf den wir immer wieder zurückkommen müssen und den wir auch immer wieder Frucht noch machen müssen.

01:01:27: Ich war mein letztes Zitat.

01:01:29: wird es mittlerweile von der Buchsemmisse gestattet?

01:01:33: konservativ sein heißt Dinge zu schaffen, die zu erhalten sich lohnt.

01:01:39: Das habe ich auch in der Agenda im Editorial immer mal wieder zitiert wird auch deutlich dass dieser konservativ revolutionäre Ansatz das Erhaltenswerte ist nicht vorfindlich Es ist gar nicht mehr da oder es ist verschüttet.

01:01:51: aber es kann von diesem wie man vorhin sagt noch diesen Gärtnerkonservatismus wie Mola ihn abfällig nennt er einfach pflegt was Vorfindliches kann überhaupt nicht kultiviert werden denn es ist eigentlich kaum sichtbar.

01:02:02: also Dinge zu schaffen wie hervorzubringen Nämlich aus der abendändischen, metaphysischen Tradition.

01:02:08: Die zu erhalten sich lohnt.

01:02:09: Lohnen ist der Funktionsgedanke.

01:02:11: also es muss schon was bringen das ist hier nicht beliebig.

01:02:13: aber dann doch wenn es uns etwas bringt als Nation dann halten wir das doch.

01:02:17: und das finde ich ein schöner Doppelklang der das revolutionäre das konservative sehr schön zusammenführt.

01:02:23: und ja ich würde mich gar nicht zu weit auf dem Fenster lehnen aber ich denke da kommen wir am schuss sicherlich nochmal zu dass Grundmultive diese Einsicht bis heute von Interesse sind.

01:02:33: Ich muss an dieser Stelle eine Sache nachholen, die ich verpasst habe.

01:02:36: Nämlich Sie haben selber jetzt gerade den Gegensatz zum Altkonservatismus aufgemacht und die nennen sich Jungkonsertive.

01:02:43: Können sie dazu noch ... heißt Jungkonzervativ sein?

01:02:46: genau das?

01:02:46: Dass man diese Auswahl treffen muss und nicht wie die willhelminischen altkonservativen einfach einen Gärtner-Konservatyismus fliegen kann weil eben gar nichts mehr da ist.

01:02:54: Ist dass dieser Gegensat zwischen Alt und Jungkonsevrativ?

01:02:58: Um Ihre Frage mit einem Satz zu beantworten können wir sagen ja Wenn man muss aber noch hinzusetzen, dass Jung ein Adjektiv war.

01:03:05: Ein Präfix was überall anzutreffen war in der politischen Landschaft.

01:03:10: In der kühllichen Landschaft.

01:03:11: es gab eine junge reformatorische Bewegung Es gab in den singe Bewegungen so also alle.

01:03:16: überall hat man sich Jung genannt um tatsächlich ja unisono diesen Neuanfang der nötig war zu akzentuieren.

01:03:24: Jung im Sinne von, wir sind die Jungen.

01:03:26: Wir sind die Nachgewachsenen und die Nachgeborenen vielleicht sogar noch die Kriegsgeneration des Ersten Weltkrieges.

01:03:31: Die sind aber auch die Unverbraucht.

01:03:33: Und wir sind auch die, die wirklich wieder neu an den Dingen anknüpfen können sie als unverbrauchte wahrnehmen oder das unverbauchte Frucht nachmachen.

01:03:41: also jung ist so eine gewisse Naivität in positiven und produktiven Sinten, die sich darin ausdrückt.

01:03:46: Wir gehen unvorbelastet an die Dinge ran nicht weil wir sind nicht bürgerlich verkitscht Wir haben keinen ersten Weltkrieg zu verantworten.

01:03:54: Wir haben uns da nicht reingeritten, wir müssen auch nicht hurra schreien wenn der Kaiser vorbeiläuft.

01:04:00: Wir sind frisch und jung in der Wahrnehmung und in der Fruchtbarmachung dessen was uns überliefert ist.

01:04:06: Das ist so ein Grundmotiv das ich in der Tat was dazu dient sozusagen sich von den Altkonservativen abzuheben.

01:04:12: Ich verkneife mir jetzt Anspielung auf Edgar Julius Jung, aber zudem kommen wir ja jetzt.

01:04:17: Ja das ist wahr!

01:04:19: Noch eine allerletzte Saison nachgeschoben zu Müller von der Burg.

01:04:21: Das ist hier wirklich nur auf das Allerkleinste runtergebrochen sozusagen im Innerst Fähre, sozusagen des philosophisch Geistigen was er dachte.

01:04:29: Er war ein politischer Denker und hat auch in der Propaganda-Abteilung der Obersten Heeresleitung am ersten Weltkrieg gearbeitet also den politischen Müller van den Burg besser kennenlernen will sein nochmal verwiesen.

01:04:40: und das Buch von Karl-Heinz Weißmann.

01:04:42: Ich bin jetzt wirklich nur, um so die groben Schneisen zu schlagen.

01:04:45: Bei dem Grundansatz von Müller-Vanderenburg geblieben.

01:04:48: Mehr können wir heute hier nicht leisten.

01:04:50: Nur immer deutlich zu machen wo steht ihr im Gefüge der KR einerseits und wo steht er im Gefühle eines konservativen Denkens an?

01:04:56: Dass man vielleicht noch anschließen mag.

01:04:58: andererseits Edgar Jung.

01:05:00: ich hatte es vorhin schon erwähnt.

01:05:02: richtig ist also jemand der dann später nach dem Tour der Möller ist mehr neunzehnundzwanzig Wirksam wurde.

01:05:09: er bezeichnet sich ausdrücklich selbst als Schüler Müller von den Buchs.

01:05:12: ich meine aber.

01:05:14: Ich glaube nicht, dass die sich immer zu kennengelernt haben das könnte jetzt nicht beschwören.

01:05:18: Aber ich glaube nicht dass es dass sie sich kannten.

01:05:20: dazu war bei Edgar Jung wahrscheinlich zu jung und er hat Edgar Jungen hat im jahrelinzehnundzwanzig in der ersten Auflage und dann deutlich erweitert noch mal neunzerdreißig ein buch geschrieben.

01:05:33: Die Herrschaft der Minderwertigen.

01:05:36: Auch hier wieder, ich verhörte mal bei Minderwertig Leicht die Konnotation des Dritten Reiches mit.

01:05:40: Das ist natürlich nicht gemeint!

01:05:41: Was ist gemeint?

01:05:43: Die Minderwärtigen bei Edgar Jung sind die Mittelmäßigen und diese Überschrift seines Buches, die Herrschaft der Minderweltigen soll im Grunde deutlich gemacht haben dass die liebegrale Gesellschaft ihre Verfasstheit strukturell sozusagen zwangsläufig dazu führt dass die Herrschaft von den Mittelmäßigen übernommen wird, also nicht mehr von einer Elite sondern sozusagen von einem gleichförmig gemachten demokratischen Masse.

01:06:11: Die ungeordnet Dinge entscheidet aber letztlich das Ganze nicht mehr gestalten kann.

01:06:23: dem Dem Begriff, also dem Mittelmaß und den Minderwertigen setzt Edgar Jung daran wieder gut konservativ.

01:06:31: Und aus der Klassisch andere Größen entgegen.

01:06:34: Rang Ordnung Autorität das sind die Begriffe, die er da bemüht.

01:06:41: Man kann letztlich sagen ist auch Edgar Jung obwohl selbst Protestant dem organisch ständischen Reichsdenken stets verbunden geblieben was es ein deutlich christlich konnotiertes Werk was er da vorgelegt hat.

01:06:54: Er hat sich immer zum Christentum bekannt, auch hier die Rückfrage an Mola ob denn die christliche Kritik, die Kritiker im Christenturm tatsächlich für alle Strömungen der konservativen Revolution unterstellt werden kann?

01:07:08: Ich glaube wir sind mit den fünf Strömung jetzt erst einmal durch.

01:07:12: Wir haben einen Allgemeinen...

01:07:14: Eines würde ich aber noch ergänzen bevor sie mir das Wort nehmen und zwar wir haben ja zu Beginn bei den völkischen darauf hingewiesen, dass es sozusagen eine heute würde man sagen bedenkliche Schnittmenge mit dem späteren Nationalsozialismus gab und das ist ja sozusagen auch der Teil der KR.

01:07:32: Der Konservativen Revolution wo viele sagen ja Wegbereiter des Dritten Reiches Edgar Jung steht genau am anderen Ende der Skala.

01:07:40: Der war, wie wir gesehen haben, also durchaus mit beiden Beinen im Konzertismus verankert.

01:07:46: War dann später auch Redenschreiber des Reichskanzlers von Papen und hat ihm in den letzten vier Jahren eine Rede geschrieben, die er vom Papen vor der Marlburger Studiatenschaft gehalten hat, wo er sozusagen die Ideen der jungen Konservativen auch gleich ideell verklappt hat.

01:08:05: Und das ist die Nationalsozialisten zu dieser Zeit natürlich aufgefallen, bitter aufgefallen und aufgestoßen.

01:08:09: Und sie haben Edgar Jung dann tatsächlich im Zuge des Römenputschers in den Dreizig also ermordet.

01:08:15: Das heißt nur, dass muss man im Blick haben.

01:08:16: es gab es in der KR sowohl bessere Mitläufer und Protagonisten des Nationalsocialismus wie auch frühe Opfer.

01:08:22: Also das gibt die ganze Skala her.

01:08:26: Nur das auch wieder so eine Bindeferenzierung dieser Strömung.

01:08:29: Man kann's nicht oft genug sagen Es ist kein monolithischer Block mit Bindifferenzierung unter einem.

01:08:34: Ganz genau!

01:08:34: Ja, wir hatten jetzt einen Schnelldurchlauf, sage ich mal durch die verschiedenen Richtungen von Mola.

01:08:41: Vielleicht noch einmal die Frage was hält denn diese Strömungen, die Mola sicher nicht zufällig ausgedacht hat?

01:08:48: Was hält sie zusammen?

01:08:49: Was ist die eine Klammer, wo man sagen kann okay das ist das Gemeinsame, dass ist das konservativ revolutionäre.

01:08:57: Wie würden Sie das nochmal zusammen fassen?

01:09:01: für Mola ... sagt ich, der Eingangs war es die unterstellte Paradigmenwechsel weg.

01:09:07: Ich sage mal ganz plump.

01:09:08: weg von Hegel hin zur Nietzsche also weg vom Linearen... ... hin zu sozusagen dem Bewusstsein.

01:09:16: jetzt gilt's Jetzt muss sich was reißen alle alle Ausflüchte Metaphysischer Transienter oder sonstige Arzt mit mir genommen.

01:09:23: jetzt gilt´s und das sozusagen ist das was diese alle auszeichnet.

01:09:30: Ich selbst würde tiefe ansetzen und sagen, das war der Versuch.

01:09:34: Das hatten wir vorhin auch schon mal angesprochen im Interregnum.

01:09:38: Man könnte auch dafür eine Art Stunde Null sprechen wenn man das wollte.

01:09:41: einfach zu gucken woran kann ich anknüpfen?

01:09:42: Das war das Verbindende.

01:09:43: die einen sagen Volk, die anderen sagen Nationen.

01:09:46: Die anderen sagen der Erlebnis Charakter des Bündischen.

01:09:48: Die Anderen sagen Der Bauernstand als eine gelebte Ordnung und der jungen Konservative führt sozusagen die Reichstradition natürlich in stark modifizierter Weise fort.

01:10:00: Das ist sozusagen der Versuch jenseits des Weimarer Parlamentarismus, dem keiner von denen getraut hat.

01:10:06: Aus verschiedenen Gründen nicht.

01:10:08: Jenseits dieses Parlamentarismus am Bestand weiterzuarbeiten und den weiter zu entwickeln.

01:10:16: Musst gestehen das finde ich auch einleuchtend.

01:10:18: als jetzt Molas Deutung weil wenn man sich vorstellt so einen Landvolkanhänger mit niedrisches zyklische Weltwirt, das klingt doch irgendwie so ein bisschen abstrus.

01:10:27: Wir hatten schon an verschiedenen Stellen erwähnt, dass es einige herausragende Köpfe gab.

01:10:32: Die Mola sich Geschreutheit eindeutig einer Richtung zuzuordnen.

01:10:37: Ja.

01:10:38: Boswald Spengler, Karl Schmidt Ernst-Jünger aber auch Thomas Mann ja wollen wir doch ein bisschen gesondert in aller gebotenen Kürze diese großen Köpfen eingehen?

01:10:48: Wir haben ja auch einen Podcast schon zu Karl Schmidt gemacht.

01:10:51: Wir hatten noch eins zu Ernst Jünger

01:10:53: mit

01:10:53: Heimo Schwöck.

01:10:55: Auch ein zu Thomas Mann an einer Stelle.

01:10:56: Stimmt

01:10:56: ja auch zu Thomas nicht im politischen allerdings, deshalb war für Mola ja interessant.

01:11:02: Aber die Sache raus an den Köpfel sollte man doch auch noch mal ansprechen.

01:11:05: Genau können wir auch in aller Kürze nun mal antippen mit der Bitte an unsere Hörer sich das selbst zu erarbeiten?

01:11:12: Das ist natürlich fies sozusagen!

01:11:14: Gut inklammern vielleicht nur Thomas Mann aber immerhin erscheint auch bei Molas Buch mit Contafall auf der Titelseite von mehreren Autoren hier natürlich vor allem der frühe Thomas Mann.

01:11:25: was heißt der Frühe?

01:11:26: Das war schon der mittlere.

01:11:28: Betrachtung eines Unpolitisches von den letzten Jahren, das ist eigentlich das Buch von Thomas Mann, dass ihn der konservative Revolution zurechnen lässt.

01:11:39: Dieses Buch ist auch Ausdruck seiner Zwietracht mit seinem Bruder Heinrich natürlich immer ein linker war und später haben sich dann versöhnt und Thomas Mann hat doch einiges von dem wieder zurückgenommen was er in den Betrachten schrieb.

01:11:50: Aber lange Rede, kurzer Sinn.

01:11:51: Das ist sozusagen eine Art Urkunde konservativen Revolutionen Denken aus der literarischen Feder von Thomas Mann.

01:11:58: Hauptmotiv hier die Rivalität oder das Gegenüber von Kultur und Zivilisation.

01:12:06: Es ist ein Grundmotiver zum konservative Denken immer wieder begegnet.

01:12:11: was versteht man darunter?

01:12:12: Kultur ist sozusagen das Selbstbewusstsein und Selbstverständnis eines Volkes beispielsweise also einer kulturellen Entität einer kulturellen Gruppe, etwa der Deutschen.

01:12:21: Man kann das aber auch regionalisieren sozusagen ein Selbstverständnis und selbstbewusstsein innerhalb des eigenen kulturellem Raums eigener Gebräuche, eigenes Sitten, eigener Sprache sicherlich auch eine eigene Genealogie also alles was das eigene ausmacht, der Raum in dem man sich selbstverständlich bewegt ist die Kultur.

01:12:40: und der konservative Nichto Thomas Mann mit den Betrachten eines unpolitischen Grenzt das gerne also ab gegen die Zivilisation.

01:12:48: zivilisation steht vor allem seit dem Ausgang des neunzehnten Jahrhunderts.

01:12:51: Natürlich für Industrialisierung, für Technisierung.

01:12:54: heute könnte man es natürlich weiter mit Digitalisierung und sieht skeptisch, dass sozusagen der Kultur nochmal etwas übergestülpt wird.

01:13:03: Was das Besondere, das Proprium, das eigene der Kultur in Frage stellt es reduziert und etwas Gleichmachendes sozusagen obendrauf setzt was nicht nur alle Deutschen oder vielleicht auch alle Europäer sondern heutzutage würde man sagen weltweit alle gleich macht.

01:13:18: alle haben ihr Smartphone alle benutzen dieselben Apps alle kennen die selbe Sänger alle gucken dieselben Fernsehsendungen oder denselben Netflix Sendung.

01:13:25: Das ist Zivilisation.

01:13:26: hundert Jahre zurück gab's das Problemen natürlich auf wesentlich kleinerer Flamme auch schon.

01:13:31: Und das hat Thomas Mann eben in diesem Betrachtung eines unpolitischen thematisiert, lohnt sich reinzugen er wurde nie schulbildend weil es viel zu unstrukturiert ist.

01:13:40: dieses Buch.

01:13:41: Er hat sich da wirklich seine Frust mal von der Seele geschrieben.

01:13:43: erstes lesenswert vor allem in der nicht redigierten Erstausgabe.

01:13:48: aber ich sage es taucht nicht zum Lehrbuch weil es eben dann doch zu zufällig war und eigentlich nichts sein sein Spiel fällt dass muss man klar dazu.

01:13:59: Ja, denn sozusagen Thomas Mann also in Klammern gesetzt.

01:14:03: Klassisch.

01:14:04: dann die Trias Oswald Spengler, Karl Schmidt und Ernst Jünger jeder von denen wäre mindestens einen weiteren Podcast wert.

01:14:10: wir bleiben also hier wirklich nur an der Oberfläche.

01:14:13: Oswald-Spengler ist ja bekannt geworden durch seinen zwei Teilen, also ursprünglich ein zweiteilen erschienenes Werk Der Untergang des Abendlandes erschienen, wo er letztlich die abendländische Kultur im Sinne eines einer zyklischen Morphologie, also einer zykluschen Gestaltlehre beschreibt.

01:14:37: Die Kulturen kommen und vergehen Und er versucht das an verschiedenen Details im Großen wie im Kleinen herauszuarbeiten.

01:14:46: Darum auch so ein umfängliches Werk, also es argumentiert auf allen denkbaren Ebenen, um diesen Beweis zu führen, dass ihm die großen Kulturengestalten der abendländischen Zivilisation kommen und gehen und mittchen also auch der Kultur in der wir leben letztlich irgendwo ein Ende letztlich prophezeit ist auch das natürlich passt hervorragend in dass was mola das zyklische denken nennt nicht war.

01:15:17: es gibt also nicht hinter dem horizont in weiter ferne den zielpunkt meiner eigenen existenz sondern sie wird.

01:15:23: diese kultur wird zu ende gehen etwas neues wird entstehen müssen und dieses neue gilt es dann zugestalten.

01:15:29: das steht natürlich dahinter aber auch bei spengler.

01:15:33: der widerstreit von Kultur und Zivilisation bringt natürlich Spengler auch.

01:15:40: Das ist ja eine wesentliche Triebfeder sein, das ist seine Argumentation.

01:15:44: aber wir haben bei Spenglern noch andere Aspekte warum er sich nicht eindeutig so zuordnen lässt.

01:15:51: für Mola.

01:15:53: Spenglar-Baschütze stellt dass Preußentum dem angesächsischen der angesächssischen Händler Natur entgegen.

01:15:59: ich war der einer ist der Pflichttypus und der anderes ist der Händlertypus.

01:16:08: ist da recht prominent geworden.

01:16:10: und neunzeudrein dreißig noch das Buch Jahre der Entscheidung.

01:16:13: Und am Ende heute ja auch wieder ein Gedanke, der prominent geworden ist formuliert in Spengler, sofern den Cesarismus als Ausweg also die Erscheinung großer Männer, die letztlich aus Krisen zu führen vermögen eben mit dem antiken Bild des Cäsar nicht war.

01:16:31: Heute denken viele an Trump oder Elon Musk oder solche Gestalten Da.

01:16:36: über diese Schiene kommt das ja auch mit grad so ein bisschen wieder.

01:16:40: Aber hofft es ein bisschen deutlich geworden, worin die Sonderstellung besteht dass das ja also viel gestaltig ist, dass man ihnen nicht einfach einer Rolle zuordnen kann.

01:16:48: Man scheut sich ja immer so großen Denkern einen Etikett dann aufzukleben.

01:16:52: Richtig, genau.

01:16:52: Wenn er nie

01:16:53: ganz gerecht wird, hat Mola offenkundig

01:16:56: Ganz genau, ja und wir haben jetzt schon heute so viel Eingewerbung betrieben.

01:17:00: Band einst der Erträge versammelt die Vorträge, die bei unserer Gründung vor fast fünfzehn Jahren gehalten wurden hat Alexander Demandt nämlich öffentlich in Frage gestellt dass Oswald Spengel überhaupt ein konservativer gewesen sei.

01:17:15: Also nächster Werbeblock, bitte kaufen Sie Erträge Band eins und lesen sie nach warum Oswald Spinger gar kein Konservativer war.

01:17:21: Wir sehen also was Mola hier gemacht hat ist ein großes Diskussionsfeld und keineswegs abgeschossen.

01:17:25: Die Diskussion

01:17:26: die ja auch beim nächsten Namen Karl Schmidt immer wieder auftaucht ob das überhaupt ein konservatiber war.

01:17:32: Ich glaube,

01:17:33: der Einzige den wir heute nennen, der sich sogar mal an einer Stelle korrigieren sie mich doch sogar dagegen verwahrt hat dazu gerechnet.

01:17:40: Wenn ich meinen das irgendwo gelesen zu haben dass ihr nie dazugehören wollte.

01:17:43: Karl Schmidt

01:17:46: wie wir alle wissen Staatsrechtler Völkerrechtler Rechtsphilosoph berühmt Geweh geworden durch seine Lehre von der staatlichen Souveränität und vom Ausnahmezustand berühmt natürlich sein Wort geworden, nicht was souverän ist.

01:18:04: Wer über den Ausnahmezustand entscheidet und ich war also Verfahrenprozesse Mehrheiten haben alle ihre Grenze in einer Souveränität die letztlich unaufgebar bleiben muss und die auch letztlich dann sich bewähren muss in einem Ausnahmezustand also hier sozusagen von der Rechtstradition herkommend Ein Denker, der natürlich das ganze Verfahrenslehre einer Republik dann immer beargwöhnt hat.

01:18:31: Ob sie tatsächlich in der Lage ist die Probleme der Zeit zu lösen.

01:18:36: Er stellte diesen Verfahren ein Dezisionismus entgegen also eine Entscheidungslehre, die jetzt gar nicht primär darauf beruht ist diese Entscheidung wahr oder hat sich jetzt sozusagen die Vernunft auf ihrer Seite sondern die Decision?

01:18:48: die Entscheidung steht im Raum und ist dann auch erstmal zu befolgen, als ein ordnungsschaffendes Element.

01:18:56: Ganz offenkundig auch passt das natürlich in diese Zeit aber offenkündig auch dass sich Carl Schmidt mit diesem Denken nur schwer zuordnen lässt.

01:19:05: und ein letzter Punkt vielleicht um die ganz berühmten Topboy von ihm sag ich mal anzusprechen Die Freund-Feind-Unterscheidung.

01:19:12: Ich war das so sagt also im Kleinen wie im Großen Bestimmen sich alle politischen Relationen immer im Form von Freund oder Feind, wobei der Feind nie moralisch gemeint ist.

01:19:20: Der Feind ist nie der Böse, sondern der Feinde ist immer der, der meinen Interessen zu wiederarbeitet und dessen muss ich mir nur bewusst sein.

01:19:26: Du musst natürlich meine eigene Politik um ein Handeln in diesen Bewusstsein ausrichten.

01:19:33: auch das einen Punkt, den eine eigene Podcast verdient aber nun muss man angesprochen haben hier.

01:19:39: Das sind natürlich drei Grundmotive, die ich jetzt benannt habe.

01:19:42: Die sehr schön zur konservativen Revolution passen aber offenkundig keine Bewegung im Detail zuzuordnen sind.

01:19:48: Ja dann bleibt als letzter noch Ernst Jünger übrig dessen Sekretär Mola ja auch für einige Jahre war.

01:19:53: Es kam ja auch zum Bruch zwischen beiden unter anderem natürlich wegen... der schriften Jüngers aus den zwanziger Jahren, die jünger sich wenn ich recht informiert bin geweigert hat in seine erste Werkausgabe aufzunehmen.

01:20:05: Was Mola ihm als Verrat an den ursprünglich konservativ revolutionellen Ideen vorgeworfen hat und darf eben auch nicht vergessen Jünger war.

01:20:13: Er war Mitte zwanzig, Anfang dreißig als er das geschrieben hat.

01:20:16: Der Mann ist über hundert geworden.

01:20:17: Ja!

01:20:18: Er wurde immer wieder darauf angesprochen was haben Sie da in der Weimarer Zeit geschrieben?

01:20:23: und irgendwann hatte auch es sind siebzig Jahre.

01:20:24: Jetzt

01:20:24: ist es egal ja.

01:20:26: Aber das hat Mola eben doch immer vorgeworfen dass er diesen Teil seines Denkens verworfen

01:20:32: hat.

01:20:33: also insofern passt

01:20:34: das rein Genau, um auch hier mit ein paar Stichworten nur zu arbeiten.

01:20:39: Wir hatten Ihnen die Namen für ihn schon mal ernst erwähnt.

01:20:42: Ernst Jünger, manche kennt vielleicht seinen Buch in Stahlgewitter von Jahr zwanzig letztlich eine Art Erlebnisbericht aus dem ersten Weltkrieg.

01:20:49: Das zeigt nochmal das was wir vorhin schon bei den Nationalrevolutionären hatten.

01:20:54: Was war schon vorhin genannt?

01:20:55: Dieser heroische Realismus Das heißt, ich stelle mich der Realität und wenn das ein Kugelhagel ist.

01:21:02: Und ich ställe mich dieser Realität auch notwendig heroisch.

01:21:05: Das heißt unter Einsatz, also heroisch natürlich heldenhaft unter Einsatz meines eigenen Lebens mit Pfeilsfalle.

01:21:10: Ich gehe mit diese Realität um, ich weiche ihr nicht aus.

01:21:15: Manche umschreiben diese Geisteshaltung auch mit Amor Fatih, eine Liebe zum Schicksal egal ob das Schicksale jetzt ein schmerzhaftes oder ein freudiges ist sozusagen... Ja, die Welt in jeder Art und Weise wie auch immer sie sich mir zeigen mag.

01:21:35: Und dazu passt auch Jahre später viele Jahre später unser Zweiunddreißig im Arbeiter nicht war.

01:21:41: da charakterisiert Ernst Jünger den arbeiter als Typus ja der von dem er sagt Der Arbeiter muss muss Technik beherrschen.

01:21:50: ich war also keine Ablehnung der Moderne, keine Ablehnung der Technik sondern der Arbeiter muss die Technik beherrschen.

01:21:58: Auch das gehört letztlich zur Wahrnehmung und zur Annahme der Realität dazu wie sie sich je jetzt zeigt.

01:22:05: Und anders als Spengler – ich war für den Technik ja schon ein Teil des zivilisatorischen Verfalls wahr – ist es für Jünger also ein weiteres Lebensfeld gewesen dass zu Bewährungen ruft und das auch beherrscht werden muss.

01:22:18: insofern auch hier wieder Grundmotive klar wohl am ehesten doch zu den national revolutionären zu zählen.

01:22:25: Aber natürlich als Schriftsteller, wir haben jetzt andere Dinge gar nicht erwähnen können von der Spätphase mal in der zurzeit der Bundesrepublik mal ganz abgesehen.

01:22:34: Das heißt so alt wie ihr geworden ist, kann man kommen von späte Phase reden.

01:22:38: Aber wir haben das jetzt wirklich nur anreißen können.

01:22:41: Man sieht aber auch hier ein es passen etliche Motive in dieses Phänomen rein der konservativen Revolution.

01:22:47: Aber eine eindeutige Zuordnung ist schwierig und sofern verständlich Wir haben noch ein paar Namen jetzt weggelassen dass das Mola hier doch einige hausragende Köpfe extra noch thematisiert hat.

01:23:00: ja so viel vielleicht Als erster, doch längerer Einblick in die konservative Revolution.

01:23:06: Ein häufiger Vorwurf an Molas Arbeit war ja es ist eigentlich keine nüchterne objektive wissenschaftliche Arbeit sondern versucht damit ein gewisses politisches Ziel zu erreichen nämlich eine Art Mythos zu schaffen für die deutsche Nachkriegs-Konservativen, also nach Fünfundvierzig ein Mythos an dem man anknüpfen kann.

01:23:29: Also wir rufen zu einer Erinnerung nach Fünfundvierzzig war der Konservatismus in Deutschland diskreditiert und der Vorwurf an Mola war ja immer ersucht.

01:23:37: jetzt eine Tradition die davon nicht belastet ist an die man an Knüpfen können.

01:23:42: gab es denn nach fünfund vierzig irgendwelche Strömungen Bewegung und wo man wirklich von einer Rezeption der konservative Revolution sprechen kann bevor wir jetzt zur heutigen?

01:23:54: Also es gab, wenn man jetzt tatsächlich auch Nachfolge mit institutioneller Reichweite sucht.

01:24:01: Eigentlich nur eine Bewegung die diese Erwähnung wert wäre sag ich mal und zwar ist wundert einen kaum.

01:24:09: in Fortsetzung der jungen konservativen Bewegung hat sich neunzehnt zweiundfünfzig also etwa sieben Jahre nach Kriegsende oder in des Zweiten Weltkrieges die abendländische Bewegung gegründet damaligen Honoration, paritätisch aus den damalige zwei Großkirchen besetzt.

01:24:28: Politiker vor allem im konservativen Bereich aber auch Hochschullehrer-Professoren eben sozusagen die Mobilitäten der Nachkriegszeit haben eine Zeitstelle rausgegeben, die wir glaube ich auch vollständig hier im Bestand haben.

01:24:41: das neue Abendland haben regelmäßig die sogenannte abendensche Akademie durchgeführt, also letztlich Tagungen wo man versucht hat.

01:24:48: Letztlich an dieses jungen konservative Denken wie es von Möller van den Burgen Edgar Jungen vorformuliert wurde weiter zu stricken und weiter zu knüpfen.

01:24:55: Es gibt auch als Beilage eine Ausgabe der Zeitschrift Neues Abendland das abendelsche Manifest dass wir auch da haben.

01:25:03: Das sind sozusagen mehrere Punkte Die sich auch lesen wie ein kleines Programm der jungen Konservativen Im Nachhinein, ich war Post-Festum sozusagen weil nach dem Zweiten Weltkrieg.

01:25:13: Das ist eine Form die wirklich greifbar ist Anfang der fünftiger Jahre gegründet verabte dann aber bis Mitte der sechziger Jahre und hat dann letztlich an Bedeutung auch verloren bei einfach so zu sagen die Leute da noch nicht mehr da waren.

01:25:27: Die jungen konsolidative Bewegung sind weggestorben.

01:25:30: Die anderen haben sich woanders betätigt politisch und damit hat die Sache ihr Ende erlebt.

01:25:36: alles andere Ich sag mal, natürlich gab es völkische Gruppen.

01:25:41: Gab's auch immer national revolutionäre und alles.

01:25:43: aber das sind alles Spure-Elemente die man da mit der Lupe suchen muss.

01:25:47: wie gesagt Die Abendennenschweigung hatte noch institutionellen Charakter von einigen Rang in den fünftiger und Anfang des sechziger Jahre.

01:25:54: Aber ich denke dass das war es dann schon.

01:25:57: Aber man kann ja sagen Das ist heutzutage eine Art Renaissance, wenn man möchte der konservativen Revolution gibt.

01:26:04: Da ist von der Gegenseite da wird ja viel veröffentlicht wie die AfD ihre gedanklichen Wurzeln in der Konservative Revolution hat bis zu einzelnen Denkern eben.

01:26:14: aber es gibt hier auch blage Stichworte neue Rechte den Versuch auch von konservatives oder rechter Seite bewusst daran anzuknüpfen und ich weiß dass der Vortrag den Herr Weißmann hier bei uns gehalten hat zu einigen Debatten geführt hat, weil Herr Weißmann ohne korrigieren sie mich wenn ich mit dem Rechtur versucht habe das ganze Phänomen zu historisieren und doch in großes Fragezeichen dahinter gesetzt hat dass man da heute irgendwie anschließen könnte.

01:26:42: Weil es eben Zeitphänomen war, dass einfach ganz anderen Voraussetzungen entstanden ist.

01:26:49: daran hat sich dann diese große Frage gesponnen sind Ist die konservative Revolution heute eigentlich noch anschlussfähig?

01:26:55: Wenn ja wie kann dieser Anschluss überhaupt aussehen?

01:26:59: Sie haben jetzt natürlich mehrere Fragen zusammengestellt, Rezeption durch AfD oder neue Rechte.

01:27:07: Es bleibt daran zu erinnern das hat dieser Podcast ja hoffentlich auch gezeigt was für eine Bandbreite, die konservative Revolution schon an sich bedeutet.

01:27:14: Das heißt es sagt nahezu nichts zu sagen.

01:27:17: ja der knüpft an ihre konservitive revolution an.

01:27:19: das kann also von abendländischem Denken aller Edgar Jung bis hin zu völkischen Bezugnahmen alles möglicher heißen.

01:27:30: das muss zum einen spezifiziert werden Das ist im Nachhinein eine Konstruktion, ein Sammelgegriff nicht mehr und weniger.

01:27:40: Aber selbst wenn man konkreter wird und sagt ja diese und jene knüpfen bei den Jugendkonservativen an, ist natürlich die Frage wie tun sie das?

01:27:51: Und mit welchem Impetus?

01:27:52: der Vorwurf dass jeder und das ließt man nun auch in regierungsamtlichen Verlautbarungen oder... Der Rio Nah stehenden gelehrten immer wieder, dass die Bezugnahme auf die konservative Revolution oder Otto Möller von den Brook Zweifel einer Verfassung treu begründet.

01:28:09: Das ist natürlich alles Quark, das ist auch völlig unintellektuell.

01:28:12: wenn man sich sozusagen akademisch diskursiv diesen Dingen nähert muss das natürlich möglich sein.

01:28:18: und ist es natürlich auch möglich?

01:28:20: Und das muss mal ganz klar sehen welche Relevanz hat die Konservative revolution heute?

01:28:25: Ich denke mal, was für mich das Spannendste daran ist.

01:28:27: Die konservative Revolution stellt uns die Frage Können wir noch konservativ sein?

01:28:32: Und wenn ja inwieweit können wir konservativ sein?

01:28:35: denn Was bedeutet dann konservatives revolutionen?

01:28:38: das ist im Grunde ein Konservatismus der von Edgar Jung ab doch weit hin ohne Christentum auskommt mit Alte konservation jetzt gar nicht hätten mitgehen können.

01:28:50: Und wenn man mal von Möller van den Brug noch aussieht, die Waldchen auch ohne mehr der Physik auskommen.

01:28:59: Ich denke das ist das was in Teilen der neuen Rechten die konservative Revolution, was immer man jetzt im Detail darunter versteht so interessant macht nämlich die Option irgendwie rechts, irgendwie konservativ sein zu können aber unter Absehung einer Metaphysik oder Unterabsehungen einer Transsidenten Bezugsgröße.

01:29:19: Wir leben natürlich in einem Zeilalter, wo das alles nicht mehr sehr gefragt ist.

01:29:23: Und natürlich sind die rechten von heute auch die jungen Rechten von Heute Kinder ihrer Zeit und haben natürlich genauso wie alle anderen in der heutigen Bevölkerung wie viele andere im Bezug zu metaphysischen Größen oder auch zur Transcendent spricht zur Religion zum Christentum verloren.

01:29:39: Natürlich bietet sich dann die konservative Revolution an als ein Denkmodell dass eine Rechte Ideenlandschaft bereithält für die transcendentes oder auch eine metaphysisches Denken nicht erforderlich ist, eben weil sie sich am folg an der Nation und in anderen Dingen festmacht.

01:29:58: Und das ist denke ich für uns.

01:29:59: die spannende Frage, die die konservative Revolution stellt.

01:30:04: Ist dass der Konservatismus den wir vertreten jetzt nicht wie als Bibliothek sondern jeder Einzel von uns, der sie konservativ nennt erstellt die frage ja worauf Fuss denn dein Konservatismus?

01:30:17: Fußt er letztlich auf der abendländischen Tradition, dann findet man das allenfalls noch in Modifikation bei den Jungkonservativen oder bei den anderen Dingen.

01:30:26: Bei Folgnation

01:30:27: usw.,

01:30:28: dass ist das von mir eben bei der neuen Rechten primär beobachtet und da muss man natürlich die Frage anschließen – Ist dieses Denken dann noch im vollen Wortsinn ein konservatives Denken?

01:30:39: Kann ich um es auf dem Punkt zu bringen unter Absehung von jeder Religiosität Ein konservativer sein auch im einundzwanzigten Jahrhundert.

01:30:47: Ich hätte da meine Großen Anfragen, ich denke das geht nicht um es auf den Punkt zu bringen und ich selbst habe ja schon hin und wieder mal versucht diese Wegscheide deutlichzumachen die letztlich auch Mola bedeutet.

01:31:00: doch das Werk Molas bedeutet der auch als Personen bedeutet nämlich die Wegscheite zwischen einer rechten oder neuen Rechten auf der einen Seite zu einem klassischen Konservatismus auf der anderen Seite.

01:31:10: Ich würde darin tatsächlich zwei Paar Schuhe sehen, nicht dass sie nichts Stimmenmengen hätten oder dass die auch geistesgeschichtig und ideell verwandt wären.

01:31:18: Da gar keine Frage.

01:31:19: aber es ist doch was anderes.

01:31:21: eben weil der neue Rechte eben versucht unter Absehung dieser Linearität diese christlichen Perspektive der Metaphysik sein Denken zu formulieren und sozusagen wie das ja auch das Zirkuläre von Mola will Die Gegenwart, ganz stark zu machen.

01:31:40: So der Zweitführmola hat sich mit Thomas Mollner die Diskussion geliefert um den Nominalismus.

01:31:46: Ein katholisch-konservative Decker aus die USA hat die Transcendenz betont und Moller hat dem entgegensetzt.

01:31:52: das gibt es alles nicht mehr.

01:31:54: Denominalismus ist das Entscheidende also die konkreten ... Das geht da begrifflich bei ihm ein bisschen durcheinander.

01:32:00: Die konkreten Dinge müssen wieder starke gemacht werden... der Realität.

01:32:07: Ich denke, das ist das was die KR für uns heute so interessant macht.

01:32:12: Die Frage sie hält uns den Spiegel vor.

01:32:14: worauf wollen wir unseren eigenen Konservatismus gründen?

01:32:16: und ja hat ja Konservativismus kann man es auch kritisch rückfragen.

01:32:22: Hier kommt die Erprägung noch eine Zukunft.

01:32:24: man kann doch sagen nein oder bleibt ein Spur in Elementen.

01:32:27: dann ist die neue Recht und die Rechte die einzige Form von konservativität jenseits irgendeiner Christdemokratie die uns denn geblieben.

01:32:36: Auch das wäre natürlich ein Erkenntnis.

01:32:37: Das war eine Bittere aus meiner Perspektive, aber könnte ein Erkennnis sein.

01:32:41: Insofern die konservative Revolution stellt uns an diesen Prüfsteinen zur Verfügung und hält uns den Spiegel vor.

01:32:47: Was hat es denn nur auf sich mit deinem Konservativsein?

01:32:50: Das finde ich daran sehr herausfordernd und sehr interessant!

01:32:55: Ja, Sie sind ja Theologisch.

01:32:56: Sie haben jetzt von der Theologischen Herausforderung gesprochen... Was kann mir persönlich die konservative Revolution heute noch geben?

01:33:05: Ich würde auch sagen, sie stellt uns vor eine Herausforderung.

01:33:08: Ich würd es jetzt aber persönlich gar nicht so theologisch akzentuieren sondern was ich interessant finde ist, die Frage eigentlich auf welchen Beständen dazu.

01:33:16: natürlich gehört zu diesen Beständigen auch das Christen und können wir überhaupt noch aufbauen.

01:33:20: Wir haben ihre Gedanken entwickelt vor, ich sag mal Stunde Null nach nünztenhundertachzehn.

01:33:25: Viele Bestände sind weggebrochen und dann ist eben das Bewusstsein da.

01:33:29: okay wir müssen diese Bestände irgendwie erst einmal schaffen.

01:33:31: ja und das hat sich nicht gebessert sondern man könnte sagen die Lage ist eigentlich noch schlimmer geworden weil immer mehr Bestände, natürlich auch das Christentum wegbrechen.

01:33:41: Wir müssen fragen auf was können wir eigentlich noch aufbauen wenn selbst die rudimentärste traditionelle Bildung weggefallen ist?

01:33:48: also wo muss man überhaupt?

01:33:50: Wie tief muss man eigentlich ansetzen, um an Traditionen anknüpfen?

01:33:54: Gibt es überhaupt noch was zum Anknüpfe?

01:33:56: oder muss man das, woran man anknüpfen soll erstmal selber herstellen.

01:33:59: Also ist ja nicht nur eine Theologische heraus, sondern allgemeiner von Ebola gibt's ja den Buchtitel der Menschen mitten von Ruinen.

01:34:07: Das war natürlich ein Bild für die Lage des modernen Menschen.

01:34:10: Es gibt nur noch Ruinen und jetzt muss man irgendwie versuchen aus diesen Ruinen etwas zu machen Und das finde ich bei der konservativen Revolution interessant, diese Fragestellung.

01:34:19: Wo stehen wir eigentlich?

01:34:21: Stehen wir auch in mitten von Ruinen... Ich

01:34:23: glaube die Frage kann man ja bejahen.

01:34:25: da müssen wir gleich groß in den Briefkreuz eintreten.

01:34:28: aber wir müssen genau wie Möller fand im Bücher schon vor hundert Jahren sagt hier müssen Dinge schaffen und sei es nur schaffen im Sinne von wieder ausgraben, wieder in acht Sätzen, wieder bekannt machen durch Bildung, durch Konfrontation, durch Vorträge was wir eben als Bibliothek machen diese Dinge wieder in acht Sätzen, wieder bekannt machen zur Konfrontation mit diesen Dingen aufrufen einladen um sich allein mit ihnen zu befassen und sich dazu zu verhalten.

01:34:52: Ich war das immer schon der erste Schritt Und die Affirmation, die Bejahrung.

01:34:55: Ach das ist ja ein Traditionsgub, dem ich was anfangen kann in Kulturgut.

01:34:58: Dass er einen Wert in Sicht kriegt, dass uns auch als Nation von mir aus als Volk hilft diese und jede Frage zu lösen, diese und jene Perspektive einzunehmen.

01:35:08: Das wäre dann natürlich schon ein immenser Wert, den die Bewegung heute noch haben könnte.

01:35:11: Ich war wenn man diesen Ansatz folgt Dinge zu schaffen, die zu erhalten sich lohnt.

01:35:16: Dann hat man da auch dieses Konservierende, das dann wieder sein Recht hat mit.

01:35:19: dabei Fühlt mich natürlich, da sind wir jetzt schon mittendrin.

01:35:23: zu der Frage.

01:35:24: Die auch Ausgangspunkt für diesen Podcast war was Karl-Weißmann sagte ist die konservative Revolution.

01:35:29: Geschichte hat sie ihren Ort in den Geschichtsbüchern und wir können das letzte Seite zuschlagen ich verstehe was er meint es wahrscheinlich geprägt von dem Eindruck vor allem aus Frankreich dich war wo die Nouvelle Drott also ein Möller Titel nach dem anderen Nachdruck übersetzen lässt und dass bei denen in den Buchhandlungen liegt So gleichsam, als sei die Lektüre des Dritten Reichs von Möller ein Gebausanweisung für Politik heute.

01:35:54: Das ist sie selbstverständlich nicht und damit hat natürlich weiß man völlig recht ich kann das nicht Mölla oder auch nicht auch nicht Karl Schmidt was ja manche mit Patos bis heute tun.

01:36:06: Ich kann mich einfach Karl Schmidt aufschlagen und daraus heute Politik gestalten und Spengler usw.

01:36:10: Und so weiter und so weiter dass alles geht nicht.

01:36:13: aber und das würde ich dann doch zur Einschreckung sagen Wie rezipiert man denn heute?

01:36:16: Man rezipiert doch nicht, indem er Möller von der Buch aufschlägt.

01:36:19: Drei Seiten Liest und dann Politik macht.

01:36:21: Sondern es sind natürlich Perspektiven die gewonnen werden.

01:36:23: Es sind Einsichten, die gewinnen werden.

01:36:25: Das sind vielleicht Paradigmen des eigenen Denkens- und Handels, die man daraus zieht.

01:36:29: Die man sich übernimmt, den Teilen in eine Anverwandlung übernibt um daraus wiederum neue Gedanken zu schöpfen oder neue Formäres auch politische Pläne zu entwickeln.

01:36:39: Es geht nie um eine lineare Fortschreibung.

01:36:41: Das ging es ja nicht mal innerhalb dieser eigensphäre der konservativen Revolution.

01:36:45: Das heißt, insofern würde ich dann doch auch weiß man widersprechen.

01:36:49: Das Gespräch mit den Vertretern der konservativen Revolution ist nicht abgebrochen.

01:36:54: es wird zwangsläufig weil sie natürlich im Raum des kulturellen Erbes ja einfach schweben und einfach vorhanden sind.

01:37:01: Sie sind ja de facto Gesprächspartner also werden sich natürlich auch weiter im Diskurs bleiben gerade natürlich im konservativem rechten Milieu.

01:37:14: Und weiter Führung, wenn natürlich auch nicht den Linearen im programmatischen Sinne.

01:37:18: Aber natürlich so wie jeder gebildete keine Ahnung, wie man ja ein Goethe mit sich herumträgt.

01:37:24: Nicht wahr?

01:37:25: Oder von mir ist es auch einen Heidegger, wenn man philosophiegeschichtlich interessiert ist oder auch mit Luthers Kleimkartychismus groß geworden ist.

01:37:33: Wie auch immer.

01:37:34: also wenn man diese Kulturgüter mit sich herum trägt dann auch letztlich damit automatisch umgeht und sich von ihnen ja auch letztendlich prägen lässt.

01:37:42: in dem Sinne würde ich sagen, hat auch die konservative Revolution in Sonderheit aus meiner Perspektive natürlich die unkonservative Bewegung auch weiterhin ihr Recht.

01:37:51: Das ist doch ein versöhnliches wenn nicht gar ein synthetisches Schlusswort.

01:37:55: lieber Fenzke!

01:37:56: Ich bedanke mich für das Gespräch.

01:37:57: Ich danke Ihnen!

01:37:58: Ich hoffe unsere Hörer haben einen ersten Eindruck bekommen was die Konservative revolution ausmacht.

01:38:05: Natürlich vieles musste unerwähnt bleiben.

01:38:08: Man kann dem Hörer nicht abnehmen, sich selber damit befassen zu müssen.

01:38:12: Ich habe mich auch gefreut.

01:38:13: Vielen Dank!

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